Das langsame Sterben einer Tradition

#1 von T4[666] , 04.04.2012 09:44

Über 20 Jahre hinweg hat man langsam und allmählich alles dafür getan das wiederum ein Teil von Trassenheide stirbt.
Das gute alte Kino.
Nicht schön anzusehen, aber genau deswegen muss es ja weg.
Viele Jahre wollte der Betreiber das Kino sanieren. Dies hat man unterbunden in dem man Ihm immer nur einen Jahresvertrag angeboten hat. Jetzt ist das Kino angeblich verfallen und soll abgerissen werden. Wer hat nun Schuld daran? Der Betreiber bestimmt nicht!
Der Witz hieran ist,
„ Es soll eine Kompensationsfläche für die Waldrodung in Karlshagen sein.“
Eine noch dämlichere Begründung ist denen wohl nicht eingefallen.
Ach und unser Arme bedauernswerte Herr Schwarze kann da nichts machen. Kann er auch nicht, denn hier ist die gesamte Gemeindevertretung gefragt.
Kauft dieses Grundstück, macht einen vernünftigen Vertrag mit dem Betreiber und lasst ihn das Kino sanieren.
So und nicht anders kann Tradition in Trassenheide überleben.

Ich werde den Eindruck nicht mehr los, dass Trassenheide mit Mutwillen den Bach runter gehen soll.
Keine Animation am Strand und jetzt davor auch nicht mehr.

Hat diese Gemeindevertretung nur noch Dollarzeichen in den Augen?
Kurtaxe JAAAAAAA. Geboten wird nichts?

Gäste abzocken und das auf dem untersten Niveau.

Na Toll


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RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#2 von Gast , 27.04.2012 00:00

Da muss ich Dir recht geben. Wenn man die anderen Seebäder anschaut und mit Trassenheide vergleicht, ist Trassenheide das langweiligste Seebad. Für die Älteren mag Trassenheide ja ein absoluter Erholungsort sein, aber die leben halt auch nicht ewig. Man muss auch an die junge Generation denken, sonst wird Trassenheide für diese Besucher uninteressant. Klar bringen die Rentnerurlauber momentan mehr Geld ins Dorf, aber man sollte nicht vergessen, dass die Jugend die zahlenden Gäste von Morgen sind. Demzufolge sollte man nicht versäumen, der jetzigen Jugend eine positive Urlaubserinnerung einzuhämmern, an die sie sich im Erwachsenenalter noch gerne erinnern werden und diese Urlaubserinnerung an ihre Nachfahren weiter geben, oder auch selbst nutzen. Das ist Marktwirtschaft, Leute. Wenn ich keine so gute Kontakte zu Einheimischen hätte, mit denen ich im Urlaub bei Euch zusammen sitzen und geniale Abende verbringen könnte, wäre Trassenheide keine Urlaubsoption für mich. Mister T.


RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#3 von T4[666] , 27.04.2012 19:09

Leider muss ich dir recht geben.
Trassenheide wird immer langweiliger.
Da werden Unmengen an Gelder ausgegeben um Werbung für diesen Ort zu machen, aber geboten wird nur das übliche Programm.
In der Hauotsaison einige Veranstaltungen, dafür in der Vor und Nachsaison flaute.
Aber Kurtaxe am liebsten auch noch im Winter kassieren.

Marktwirtschaft hin oder her, wichtig ist das sich die Gäste hier wohlfühlen.
Bei dir scheint es ja so zu sein, find ich Klasse so.


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RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#4 von Gast , 28.04.2012 08:18

wie schon geschrieben. Ich fühle mich in Trassenheide nur wohl, weil ich hier viele kenne und privat meinen Spaß habe. Sonst wäre Trassenheide kein Urlaubsort für mich. Wenn ich nach Zinnowitz oder Karlshagen gehe, bin ich in einer anderen Welt.Was kann man denn ab 21:00 Uhr in Trassenheide noch unternehmen?..........nix. Tote Hose....aus die Maus....ab ins Bett. Ich würde mich schämen, wenn ich in Trassenheide Kurdirektor wäre. Mister T


RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#5 von T4[666] , 28.04.2012 18:38

Was willst du von einem Kurdirektor verlangen der seit 19 Jahren immernoch in den selben Sessel furzt Flexibilität
Leider ist es nun mal so, das in der heutigen Zeit Traditionen keinen Wert mehr haben. Wir werden Amerikanisiert.
Hellowin Was ist das Früher hieß es Faslam.

Um die Wintersonnenwende herum zogen die Knechte und Mägde von Hof zu Hof, um mit bunten Verkleidungen und viel Lärm den Winter zu vertreiben. Natürlich verlangten sie dafür einen Obolus, ansonsten würde der Winter halt auf dem Hof verbleiben. Aus dieser Sammlung könnte das Schnorren (auch Heischen, Piezen, Pietschen oder Treiben genannt) resultieren, welches sich als zentraler Bestandteil des Faslams erhalten hat. Die Bezeichnung „Faslam“ ist wahrscheinlich eine Ableitung vom Faselabend. Der Zusammenhang mit Fastnacht (dem Abend vor Aschermittwoch) kann wohl nicht hergestellt werden, denn der Faslam wird in einigen Orten bereits Anfang Januar gefeiert.

Das ist Tradition und nicht dieser Scheiß der uns aufgezwungen wird. Hiermit kann ich mich identivizieren.
Wenn du vielleicht schon ein wenig älter bist, kannst du dich auch noch an den Kindertag erinnern.
Das waren richtige Dorffeste, da war was los.
Loosbuden, Kettenkkarussel, Kletterstangen mit Würschte oder Bonbons, und, und.

Spät Abends wurden dann ein Fackelumzug veranstalltet. Mit Blaskapelle und so.
Das waren noch Zeiten.

Was noch wichtig war, es gab jeden Abend Disco in der Saison.
Ich sage nur Strandhalle.
Heute nicht mehr möglich, weil.
1. Keine Strandhalle mehr da
2. Viel zu teuer
3. Gewinnorientierung der Unternehmer (Veranstallter)
4. Jugendliche haben kein Geld

Kino für 1,50 Mark.. Geht heute gar nicht mehr.

Schade


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RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#6 von Gast , 28.04.2012 22:08

so ist das nun mal. Die Kinder heißen heute Kids, toll oder super heißt heute geil. Steht sogar schon im Duden. Damit du weißt, mit wem du es zu tun hast: Ich bin 46 Jahre, habe einen Betrieb mit 10 Mitarbeitern, eine Fluktuation von Null und eine Krankheitsrate von 2%. Was will man mehr? Ich bin fair zu meinen Mitarbeitern und kann erhobenen Hauptes durch meinen Betrieb laufen, ohne Angst zu haben, dass hinter meinem Rücken über mich gelästert wird. Genau das ist für mich der Punkt, an dem eure Unternehmer noch viel zu lernen haben. Dies nur am Rande.


RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#7 von T4[666] , 28.04.2012 22:54

Kann ich bei dir anfangen Ich guck auch ganz lieb

Ne ne mal Spass bei Seite.
Gewinnorientierung, so nennt man das. Mit allen Mitteln muss dies durchgesetzt werden.
Keine Rücksicht auf Mensch und Material.
Zauberwort "Wachstum"

Du solltest vielleicht noch bedenken.
Hier wurde alles neu aufgebaut. Das heißt das überal noch Krediete drauf sind und somit viele Unternehmer die heftigsten Schulden haben.
Also Löhne am Arsch der Welt. 1 € Jobber, 55 + , Aufstocker, und wie sie alle heißen.

Kleiner Tip noch?

Geil ist ein Deutsches Wort
Das hat meine Oma schon benutzt.


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RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#8 von Gast , 30.04.2012 10:58

Ja geil schon.....aber nur wenn der Opa gut gevögelt. Heute steht geil für Spitze....genial und super.

ich bin auch gewinnorientiert....muss ich ja, sonst kann ich es bleiben lassen. Ich habe auch Schulden ohne Ende, weil ich eine bestehende Firma gekauft habe. Also, mir kann keiner erzählen, dass der Umsatz und Gewinn auf dem Rücken der Mitarbeiter durchgesetzt werden muss. Das ist der völlig falsche Weg. Mit Macht reich werden? Der Schuß geht meistens nach hinten los.


RE: Das langsame Sterben einer Tradition

#9 von T4[666] , 02.05.2012 20:41

Diese Geilheit die meine Oma meinte, bezog sich auf das Wachstum der Blumen und Gräser im Frühling. Also nichts mit Poppen oder so.

In so weit geb ich dir natürlich Recht. Es ist der falsche Weg seine Mitarbeiter bis aufs Blut auszubeuten.
Aber erzähl mir nicht das es im Westen besser ist als hier. Denn wenn dem so währe, würde bei euch keiner für höhere Löhne demonstrieren.
Lohndumping gibt es im Westen genau so wie im Osten. Nur das es hier noch vom Staat unterstützt wird. Schau dir die bisher festgelegten Mindestlöhne an.
Warum muss im Westem mehr gezahlt werden als hier und das obwohl nachweislich hier die Lebenshaltungskosten die selben oder teilweise noch höher sind wie bei euch.
Der Schuss den du meinst wird nicht von den einzelnen Unternehmern abgegeben. Dieser Schuss kommt von der Regierung und was dabei herumkommt ist jetzt schon zu sehen.
Kinderarmut, Altersarmut, Aufstocker, Leiharbeiter, Harz 4, u.s.w.
Das Prinziep "Leben und Leben lassen" gibt es schon lange nicht mehr.
Wer die Finger am tiefsten in der Gemeindevertretung hat, bekommt auch die Aufträge.
Wer den Gemeindeherschern negativ auffällt, ist in den Arsch geniffen.
Das ist hüben so wie drüben.


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OZ zur Gemeindevertretung vom 08.05.2012
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