Zukunft oder Fiktion?

#1 von T4[666] , 01.10.2013 07:59

Liebe Leser
Auf der Grundlage des Aufrufs der Gemeinde Trassenheide zu Analyse des bisherigen und des jetzigen Zustandes der Gemeinde Trassenheide habe ich folgendes Schreiben erstellt.
Dies soll ein Beitrag sein, der den richtigen Weg zur Wieterentwicklung der Gemeinde Trassenheide aufzeichnet.


Mein Trassenheide

Was soll einmal aus Trassenheide werden?
Wo soll es hin gehen?
Was ist noch machbar?

Um hierauf eine Antwort zu finden, sollten wir erst die Vergangenheit und dann die Gegenwart betrachten.

Trassenheide war bis in den 80 Jahren von Bauern - und Fischwirtschaft geprägt.
Auf Grund dieser Wirtschaftszweige war der Charakter dieses Ortes sehr dörflich. Die bestellten Felder um diesen Ort sowie mehrere Boote am Strand, verliehen Trassenheide ein sehr idyllisches Bild. Die Möglichkeit, direkt vom Fischer am Strand den soeben gefangenen Fisch zu kaufen (ein Zander von 3 Kg Gewicht kostete ca. 4 DDR Mark), nutzten auch viele Urlauber. Auch die frischen Waren der Bauern sowie zum Beispiel Milch, Kartoffeln, Eier und dergleichen, fanden reißenden Absatz. Selbst die großzügige lückenhafte Bebauung unterstrich diesen Charakter.

Mitte der 70 Jahre setzte der Urlauberboom ein und veränderte den Charakter dieses Ortes bis zum heutigen Tage. Jeder der im Ort die Möglichkeit hatte Gäste aufzunehmen, versuchte selbst aus einem Hühnerstall eine Ferienwohnung zu bauen. Ferienlager entstanden oder wurden weiter ausgebaut. Mit dem Umbau des Heidekruges zur Seeklause mit den anschließenden Bettenhäusern zu DDR Zeiten, trat eine wesentliche Veränderung des Charakters dieses Ortes ein. Konsum und HO verschwanden und eine Kaufhalle wurde errichtet.
Auf der Düne entstand die Strandhalle und verdrängte einige Fischer. Die von den Fischern errichteten Schuppen auf den Dünen verschwanden allmählich.
Einzelbauern wurden in die Genossenschaften gepresst, wodurch ihre Produktion immer rückläufiger wurde. Selbst die Fischer bekamen die Auflage den gesamten Fang abzuliefern. Das morgendliche „Netzepulen“ am Strand wurde eingestellt, weil die vollen Netze nach Karlshagen zur Fischverarbeitungsfirma geliefert wurden. Woraufhin der Direktverkauf dieser Waren nicht mehr möglich war. Der Birkenhain (ehemals Wilde Hütung) wurde mit Bungalows bebaut. Der Waldhof entstand und das Fliegerheim verfiel immer mehr.
Leider wurden durch die Vergrößerung der Landwirtschaftlichen Flächen viele Gräben, die zur Entwässerung dieses Ortes dienten, (sowie auch im Birkenhain) zugeschüttet. Dieses Problem ist sehr ernst zu nehmen.
Die ersten Lücken zwischen den einzelnen Gehöften wurden bebaut.
Die Vostra (ehemals Medizinmechanik) war der größte Arbeitgeber im Ort.

Nach der Wende war dies dann auch vorbei. Die Vostra speckte ab und ist seit 2 Jahren pleite.
Innerhalb des Ortes setzte ein Bauboom ein und die Lückenbebauung wurde ins Maßlose betrieben. Der Charakter dieses Ortes veränderte sich immer mehr zum Negativen. Alles richtete sich auf den einzigen Wirtschaftszweig „Tourismus“ ein und jeder will etwas vom großen Kuchen abbekommen. Die Ellenbogengesellschaft setzte sich mehr und mehr durch. Das kameradschaftliche Verhältnis innerhalb dieses Ortes blieb hierdurch auf der Strecke.
Was in so weit sich in der Form ausdrückt, dass immer weniger der Einwohner vom Tourismus leben können. Geschuldet ist dies einem aufstrebenden und kaum zu bremsenden Hotelwesen. Dieser Ort und auch die Menschen dieses Ortes haben vom Hotelwesen kaum Vorteile. Eher überwiegen die Nachteile. Die unmittelbare Konkurrenz der mit Tiefpreisen und Sonderangeboten werbenden Hotellerie zerstört die Lebensgrundlage einiger Kleinvermieter. Hinzu kommt, dass durch die Rund um Versorgung der Hotelgäste, die Kaufkraft gesenkt wird. Dies wird durch das Mitgeben von Lounchpaketen für Hotelgäste an den Strand noch weiter unterstützt.
Ein negativer Faktor muss noch benannt werden. Immer mehr ist festzustellen, dass Häuser und Wohnungen, die einmal für das allgemeine Wohnen gedacht waren, als Ferienwohnungen benutzt werden. Dieser für den Ort absolut negative Trend führt dazu, dass in den Wintermonaten viele Häuser mit herabgelassenen Rollläden im gesamten Ort zu finden sind.
Es entwickelt sich ein Ort der toten Augen. Als absolutes negatives Beispiel ist hier das so genannte „Schuldenviertel“ „AM Walde“ zu benennen. Viele junge Leute suchen dringend nach bezahlbarem Wohnraum, finden aber nichts, da wertvoller Wohnraum zur Vermietung für Feriengäste verwendet wird. Durch die Gehaltspolitik dieses Landes, die einen der größten Niedriglohnsektoren in Europa geschaffen haben, können sich viele der Jugendlichen, die gern eine Familie gründen möchten, das Leben in dieser Region nicht mehr leisten. Sie werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Zu beobachten ist auch, dass Wohnhäuser von Hoteliers aufgekauft werden um später ihr Personal dort unterbringen zu können, was dann dazu führt, das dieser angeblich für das Personal benötigte Wohnraum, wiederum zum Vermieten an Feriengäste umgebaut wird. Dieser Prozess wurde auf Sylt den eigentlichen Bewohnern zum Verhängnis. Dort lebt heute kein Sylter mehr.
Diese Gemeinde sollte darauf achten, das Siedlungsgebiete wie jetzt zum Beispiel der Kiefernhain, nicht wieder als Kaufwohnungen angeboten werden, um dann festzustellen, das man diese gekauften Wohnungen wiederum als Ferienwohnungen benutzt.
Auch die Umwandlung von Ferienwohnungen in normalen Wohnraum ist hier und da zu beobachten. Dies geschieht aus Gründen der mangelnden Werbung dieses Ortes. Ein Ferienwohnungsinhaber der nur im Besitz einer einzigen Ferienwohnung ist, kann mit seinen begrenzten finanziellen Mitteln nicht so einen hohen Werbeaufwand treiben wie ein Hotel. Seit dem sich diese Gemeinde mit der Werbefirma „UTG“ arrangiert, sind die Anfragen von Urlaubern auf Grund derer Werbung stark rückläufig. Da nun ab 2014 für den Inselnorden keine Auskopplung aus dem Werbekatalog der UTG vorgenommen wird, ist hier eine weitere Verschlechterung zu befürchten.

Die Vergrößerung der Seeklause durch den Anbau eines drei etagigen Betonklotzes, veränderte den Charakter des Ortes in die Richtung des kommerziell betriebenen Tourismus.
Touristische Massenabfertigung ist von Außen sichtbar. Obwohl die Anlage der Seeklause an sich, nach den neusten touristischen Maßgaben errichtet wurde, kann man die massentouristische Abfertigung der Urlauber schon von weitem erkennen. Durch den Kauf und dem Abriss des ehemaligen Bauernhofes der Familie Martens, der unmittelbar neben der Seeklause existierte, wurde der wesentliche dörfliche Charakter dieses Ortes zerstört.
Da der Friesenhof außerhalb der Gemeinde liegt, fällt hier der kommerzielle Massentourismus nicht weiter auf.
Selbst der zu erwartende Umbau des Waldhofes zu einem kommerziell betriebenen Massenhotel wird nicht weiter ins Gewicht fallen, da dieser etwas abgelegen vom eigentlichen Geschehen innerhalb dieses Ortes liegt.
Der eigentliche Sinn und Zweck eines Hotels, nämlich die Beherbergung von Reisenden, wird keines dieser Hotels mehr gerecht. Alle entwickelten und entwickeln sich zu großen Ferienressorts.





Wohin soll nun die große Reise dieses Ortes gehen?

Tourismus.


Hier sollte zu Beginn die große und alles entscheidende Frage gestellt werden:

Wie viel Urlauber verträgt dieser Ort?

Das der Tourismus die Haupteinnahmequelle dieses Ortes bleiben wird, lässt sich nicht ändern und sollte weitestgehend von der Gemeinde wie bisher unterstützt werden. Touristische Einrichtungen sind in so weit schon genügend vorhanden und werden dem entsprechend betrieben sowie genutzt. Es fehlt nur noch ein Kino. Wichtig ist, dass der Massentourismus, der von den meisten Urlaubern abgelehnt wird, nicht die Vorherrschaft gewinnt. Völlig überfüllte Orte sowie Zinnowitz, Heringsdorf und Ahlbeck werde zunehmend von den Urlaubern gemieden. Ein ruhiger und erholsamer Urlaub wird von fast allen Urlaubern bevorzugt. Gewünscht ist auch Urlaub mit Anbindung an Vermieterfamilien. Der so genannte Schlüsseltourismus, gemeint sind hier die Urlauber, die irgendwo einen Schlüssel in Empfang nehmen und dann ihre Ferienwohnung beziehen, wo somit auch kein Bezug zum Vermieter entstehen kann, ist weitestgehend abzulehnen. Das verdiente Geld mit der Vermietung derartigen Wohnungen bleibt nicht in der Region. Um die Kaufkraft innerhalb dieses Ortes auf ein hohes Niveau zu bringen und auch zu halten, ist es besser, wenn möglichst viele Einheimische vom Tourismus leben können als das nur einige wenige Hotelbesitzer das große Geld einstreichen. Es sollte niemals die Bereicherung einzelner Einwohner oder Grundstückbesitzer dieses Ortes in den Vordergrund rücken. Aus diesem Grund wäre es wichtig, der Vergrößerung von Hotels und Ferienressorts entgegen zu wirken.
Der Strand von Trassenheide ist unser größter Trumpf. Diesen gilt es so zu bewirtschaften, das ein Optimum für den Urlauber erreicht wird. So müsste der Bereich zwischen Karlshagen und Trassenheide für den Urlauber leichter erreichbar gemacht werden. Denn dort gibt es noch Ruhe und Erholung pur. Ein mit Schotter befestigter Ragweg auf der Düne würde sich anbieten.
Wichtig wäre den jetzt als Sportstrand dekorierten Abschnitt auch als solchen für jeden weithin sichtbar werden zu lassen. Die Ansiedelung von kostenlosen sowie bezahlbaren sportlichen Attraktionen müsste von der Gemeinde in Angriff genommen werden. Zu überlegen wäre, ob es nicht machbar ist, den Sportstrand näher an den Haupteingang zu verlegen. Sehr wichtig ist das Verlegen von Strom und Wasser zum Sportstrand. Dies sind die Grundvoraussetzungen, um überhaupt einen Sportstrand zu betreiben. Hierzu könnte ein Katalog erstellt werden, in dem angeführt wird, was am Sportstrand gewünscht und was dort überhaupt möglich ist.

Events und Tradition.

Touristisch gesehen sollten wir zu den Wurzeln dieses Ortes zurückkehren. So sollten die Felder um Trassenheide wieder bebaut werden. Fallobstwiesen, Strauchobstwege oder Gemüsegärten und Streublumenwiesen die von den Urlaubern frei betreten werden können, würden den eigentlichen Charakter eines Dorfes wieder beleben. Wobei all die Produkte durch eine Direktvermarktung an den Urlauber und den Gaststätten gebracht werden könnten. Die Fischer sollten traditionsbewusst den Fisch wieder am Strand zur Schau für den Urlauber anlanden und auspulen. Alle Produkte würden sich auf einem Bauernmarkt, der 2 – 3-mal wöchentlich stattfinden könnte, gut verkaufen lassen. Vor Ort hergestellte Produkte sind immer gefragt.
Die bisherigen Events wie Heimatfest, Dorffest, Sommer- oder Herbstfeste sollten sich in der Form verändern, dass sie in Richtung Tradition ausgerichtet werden. Kindertag mit Lampignonumzüge, Kletterbäumen, Karussell, Losbuden und der gleichen. Erntedankfest,
1. Maifeier oder Faslam sind Feiern, die in diesem Ort als High Light galten.
Möglichkeiten für Events die unmittelbar am Strand durchgeführt werden können, sollte die Gemeinde prüfen. Eine transportable Bar, die auf Wetterverhältnisse reagieren kann, würde am Strand nicht nur im Sommer für ein weiteres High Light sorgen. Selbst im Winter könnte man bei schönem Wetter Strandkörbe aufstellen und Glühwein verkaufen. Tanz oder Disco am Strand. Regelmäßige Lagerfeuer, natürlich wetterabhängig und somit kurzfristig, sind nicht nur im Sommer zu organisieren.
In Zusammenarbeit mit mehreren Reiterhöfen aus der näheren Umgebung, wären Reiterspiele sowie zum Beispiel, Wettreiten, Tonnenschlagen und dergleichen zu organisieren. Vorstellbar ist auch, Kutschfahrten morgens und abends am Strand anzubieten.
Unsere Freilichtbühne könnte wesentlich besser ausgelastet sein. Hier sollten wir uns mit mehreren Musikschulen in Verbindung setzen, um aufstrebenden Künstlern die Möglichkeit zu geben, vor größerem Publikum auftreten zu können. Kleine Theateraufführungen und das, nicht nur für Kinder, sind dort auch möglich.

Vergreisung und Jugend.

Eine Vergreisung dieses Ortes entgegen zu wirken, ist ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen. Zum einen wird durch den Wegzug der Jugend kaum noch Nachwuchs gezeugt. Zum anderen wird durch den Zuzug älterer Menschen, die hier ihren Lebensabend verbringen wollen, das Durchschnittsalter innerhalb der Gemeinde weiter steigen. Der demographische Wandel innerhalb dieses Landes wird sich auch in diesem Ort widerspiegeln.
Überlegen sollte man, ob das Errichten von altersgerechten Wohnungen sowie betreute Wohnanlagen ein weiterer Wirtschaftszweig dieser Gemeinde werden kann.
Dem Wegzug der jungen Menschen kann man nur entgegen wirken, in dem man Arbeitsplätze sowie Wohnungen schafft. Hier sind Investoren zu suchen, die mit den schon teilweise vorhandenen und neuen Gewerbemöglichkeiten, Arbeitsplätze schaffen, von dem junge Familien leben können. In wie weit die Gemeinde auf bezahlbaren Wohnraum einwirken kann, müsste genauestens überprüft werden. Hier sollte der soziale Wohnungsbau in den Vordergrund rücken.


Infrastruktur / Verkehr

Trassenheide ist in der glücklichen Lage über ein gut ausgebautes Wegenetz zu verfügen. Straßen und Parkflächen sind in so weit auf dem neuesten Stand und bedürfen nur noch einen geringen Aufwand an Wartung und Pflege. Trassenheide besitzt in der Nähe des Strandes einen Parkplatz. Dieser ist bei schönem Wetter nicht ausreichend und es muss auf die Parkflächen neben der Vostra ausgewichen werden. Wobei die Parkfläche, die auch als Dorfplatz gilt, weiter ausgebaut bzw. befestigt werden sollte.
Das Radwegenetz ist teilweise in einem erbärmlichen Zustand und sollte nicht nur weiter ausgebaut, sondern auch besser instand gehalten werden. Hier ist der Radweg Richtung Zinnowitz das beste Beispiel. Besonders ist zu vermerken, dass die Beschilderung der Radwege zwar nach Norm geschehen ist, doch ist immer wieder festzustellen, dass dieses nicht ausreichend für den Radfahrer ist. Obwohl 2 – 3 Meter neben der Strasse ein Radweg existiert, ist immer wieder zu beobachten, dass Radfahrer auf der Strasse fahren. Beispiel hierfür ist die Bahnhofstrasse auf der teilweise eine Beschilderung des Radweges fehlt oder nicht einmal ein Hinweis zur Zuführung eines Radeweges vorhanden ist. Ein weiteres Beispiel ist der Radweg von Strand in Richtung Ort. Warum müssen die Radfahrer die von Strand kommen und weiter nach Karlshagen fahren wollen, erst Richtung Ort fahren, um dann über die Strandstrasse in Richtung Karlshagen abzubiegen? Hinter dem Strandparkplatz befindet sich eine Querverbindung zwischen dem Radweg nach Karlshagen und der Straße zur Dünenwaldklinik. Dieser müsste nur dementsprechend ausgebaut werden. Was als ein größeres Problem gesehen werden sollte, ist der Radweg vom Strand in den Ort hinein. Wie soll er dort weiter geführt werden? Auch wenn innerhalb des Ortes Tempo 30 gilt, sollte dem Radfahrer über Schilder klar gemacht werden, dass er ab der Kreuzung die Strasse benutzen muss. Auch hier muss eine ausreichende Beschilderung für den Radfahrer angebracht werden.
Über einen Radweg in Richtung Zinnowoitz ausgehend vom Gewerbepark zur Trassenheider Strasse in Zinnowitz, parallel laufend zur Bahnstrecke Wolgast Ahlbeck, sollte zwingend nachgedacht werden. Dieser ist mit wenigen Mitteln herzustellen.
Der allgemeine Durchgangsverkehr ist durch die übermäßige Bebauung von Karlshagen und Peenemünde mit Ferienwohnungen sowie durch den Besucherverkehr des HTI Peenemünde kaum noch zu ertragen. In naher Zukunft sollen innerhalb beider Orte noch bis zu 6 000 Betten entstehen. Dies muss die Gemeinde Trassenheide so weit wie möglich verhindern. Es sei denn, Trassenheide bekommt eine Umgehungsstrasse.
Dem innerörtliche Verkehr, gemeint sind die Urlauber die innerhalb des Ortes ein Quartier bezogen haben, aber trotzdem mit dem PKW zum Strand fahren, sollte entgegen gewirkt werden. Wie schon angedacht, wird hier die Bimmelbahn, die von der Seeklause betrieben werden soll, Abhilfe schaffen. Wichtig hieran ist, dass diese Bahn auf Wetterverhältnisse und den Bedarf der Urlauber reagieren kann sowie auch bezahlbar ist. Dies bedeutet, dass bei schlechtem Wetter, diese Bahn bis Mölschow und vielleicht über die Wiese auch bis Karlshagen fahren könnte. Bei schönem Wetter ist vorrangig die Fahrt zum Strand zu bedienen.

Bauen und Wohnen

Wie schon in den vorherigen Beiträgen angemerkt, sollte die Gemeinde Trassenheide den Bau von Hotels sowie Ferienressorts und auch Ferienanlagen grundsätzlich ablehnen. Auch sollte der Flächennutzungsplan „Kiefernhain“ erst in Angriff genommen werden, wenn Nutzungsbedingungen des so genannten „Schuldenviertels“ „Am Walde“ und das Wohnproblem Birkenhain geregelt sind. Weiterhin ist beim Bauen von Wohnungen darauf zu achten, das diese später nicht als Ferienwohnungen missbraucht werden. Gegen eine Integrierung einer Ferienwohnung im eigenen Haus, sollte diese Gemeinde nichts entgegensetzen. Des Weiteren muss durch die Veränderung der Wohnstruktur innerhalb dieses Ortes, der gesamte Flächennutzungsplan überarbeitet werden.
Tassenheide sollte, um jungen Leuten und sozial schwachen Menschen Wohnraum zu geben, wieder ihrer eigentlichen Bestimmung folgen und ein soziales Wohnungsbauprogramm in Angriff nehmen. Das Umwandeln von Sozialwohnungen in andere Nutzungen sollte nur in Ausnahmefällen erlaubt werden.
Der Erhaltung der Vostra als Gewerbestandort sollte diese Gemeinde wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenken. Das bisherige Gewerbegebiet am Bahnhof stößt an seine Grenzen und ist nur noch bedingt erweiterungsfähig. Die Verwendung der vorhandenen Bausubstanz sowie der Freiflächen, birgt ein enormes Potential für das Ansiedeln von Kleingewerbe- treibenden, was wiederum zu Arbeitsplätzen innerhalb der Gemeinde führt. Viele Kleingewerbetreibende suchen dringend nach Lagerflächen. Des Weiteren könnte ein Teil der Fläche auch mit Mietwohnungen für den sozialen Gebrauch bebaut werden. Der Umbau des ehemaligen Verwaltungsgebäudes zu Sozialwohnungen sollte kein Problem darstellen. Der Bauhof der Gemeinde, der sich als Schandfleck innerhalb der Ortschaft darstellt, könnte auf dem Gelände der Vostra Unterkunft finden. Wenn die Gemeinde nicht in der Lage sein sollte dieses Gewerbegebiet selbst zu betreiben, sollte ein Investor gesucht werden, der genau diesen Vorstellungen entspricht.
Die Zukunft von Trassenheide in die Hände eines freien Wohnungsmarktes zu legen, ist gleichbedeutend mit dem Wegzug unserer Jugend und der Kapitulation vor dem schnöden Mammon. Mit Demokratie und sozialer Gerechtigkeit hat dies überhaupt nichts mehr gemeinsam. Unsere Jugend und die sozial Schwachen sollen hier dem Kapitalismus geopfert werden.

Energie

In wie weit diese Gemeinde Energie sparen und somit Kosten vermeiden kann, haben wir schon in mehreren Versammlungen angesprochen. Die Umstellung aller Straßenlampen auf LED birgt ein hohes Sparpotenzial. Alle dem Eigenbetrieb zugehörigen Fahrzeuge sollten weitestgehend auf Elektroenergie umgestellt oder aber mit Elektroantrieb angeschafft werden.
Trassenheide als Energiestandort zur Eigenversorgung ist eine Zukunftsversion, die auf jeden Fall in Betracht gezogen werden sollte. Möglichkeiten zur Erzeugung von Solarenergie gibt es hier zu Hauff. So könnte erforscht werden, wie viel Dachflächen mit Solarpanelen belegt werden können. Selbst private Dächer kommen hier in Betracht, da man den Eigentümer am Gewinn beteiligen kann. Hierzu sollte ein Energiekonsortium gegründet werden, in dem Einwohner dieser Gemeinde Geld einzahlen können um hiervon Solarpanelen zu kaufen. Diese werden dann auf einem geeignetem Dach befestigt und der Ertrag wird auf das Konto des Konsortium eingezahlt. So können weitere Panelen gekauft und aufgebaut werden. Ist die Bebauung der Dächer in Trassenheide abgeschlossen, sollte ein gewisser Betrag als Reserve auf ein Konto hinterlegt werden und den Leuten die in dieses Projekt investiert haben, wird ihre Investition ausgezahlt. Der durch die Solarpanelen erzeugte Strom sollte weiterhin verkauft werden und dem gesamten Ort zu gute kommen.
Solarparks die auf der grünen Wiese entstehen, sollten grundsätzlich abgelehnt werden.
Die Möglichkeit das vorhandene Gewerbegebiet am Bahnhof zu erweitern, ist ein weiterer Schritt zu Eigenversorgung mit Energie. So könnte zum Beispiel dort eine Biogasanlage gebaut werden. Diese sollte nicht nur Gas für diesen Ort herstellen, sondern auch Elektroenergie die für ganz Trassenheide genutzt werden kann. Die Abwärme, die durch die Herstellung von Elektroenergie entsteht, würde in Trassenheide verkauft werden können. Hierzu ist ein Investor zu suchen, der den Wünschen dieses Ortes entspricht.

Politik

Die politische Ausrichtung dieses Ortes sollte sich dem Menschen, die hier leben, derer die hier leben wollen und den Urlaubern, die hier Erholung suchen, unterwerfen.
Wie in den vorherigen Beiträgen schon angedeutet, darf es keinen Rückzug aus dem kommunal – sozialen Wohnungsbau geben. Dergleichen sollte dafür gesorgt werden, das so viele Einwohner wie nur möglich vom Tourismus profitieren können.
Frei nach dem Slogan:
„Was gut für den Urlauber, ist auch gut für den Einwohner“.
Der bisherigen Politik der Selbstdarstellung, des Eigennutzes und der Ausgrenzung muss Einhalt geboten werden. Hier sollte das Potenzial der Gemeinde, das aus dem Wissen, der Phantasie und dem Können der Einwohner besteht, seine volle Auslastung finden.
Probleme gemeinsam lösen schweißt die Gemeinde zusammen und lässt diese erstarken.
Der Bürger möchte gefragt werden und möglichst mit entscheiden.


Holzauge sei wachsam

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zuletzt bearbeitet 03.10.2013 | Top

   

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