Der schleichende Tod

#1 von T4[666] , 30.03.2012 11:17

Und wieder stirbt ein Teil Trassenheider Tradition

Trassenheide (OZ) - Auf Usedom geht eine lange Metallbau-Ära zu Ende: Die mbt Maschinen- und Metallbau GmbH & Co. KG in Trassenheide ist in Liquidation. Aus gesundheitlichen Gründen hat Geschäftsführer Dietz-Peter Koch das Handtuch geworfen. „Es geht einfach nicht mehr“, sagt der Hamburger, der im Oktober 1996 die Geschäfte übernommen hatte. Bis zum Jahresende will er das Unternehmen in der Strandstraße abwickeln. Die Gemeinde favorisiert künftig auf dem Gelände Wohnungsbau.

Den Produktionsstandort gibt es seit über 60 Jahren. Bis zur Wende wurden hier Fischbearbeitungsautomaten für die Volkswerft Stralsund gebaut.

Ehrlich gesagt, ist dieser Betrieb kurz nach der Wende gestorben. Was war noch übrig seit 1993? Nichts! Die par Angestellten die dort noch arbeiteten waren doch nicht mehr der Rede wert. Dem Eindruck das diese Firma 1993 mit Macht und Gewalt in den Ruin getrieben wurde, kann man sich nicht erwehren.
Was jetzt daraus werden soll? Bezahlbare Wohnungen? Was heißt bezahlbar? Wohnungen für Harz 4 Empänger? Wie sagte der Meister aller Bürger:
"Ein Wolgast Nord möchte er in Trassenheide nicht haben."
Also wird es so wie in Karlshagen Dünenresidenz. Das Land der Toten Augen.
Wohnungen die nur im Sommer bewohnt werden und im Winter die Rolläden runter gezogen sind.

Ich sage einfach: Nein Danke!


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RE: Der schleichende Tod

#2 von Gast , 24.04.2012 11:49

Auch die Possenheider sollten sich langsam daran gewöhnen, dass diese Gemeinde nur noch Zukunft mit Tourismus hat. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Man kann Industrie oder Handel nicht irgendwohin zaubern.


RE: Der schleichende Tod

#3 von T4[666] , 24.04.2012 18:53

Industrie und Handel irgenwohin Zaubern. Darum ging es in diesem Artikel nicht.
Es geht um bezahlbare Wohnungen für die Jugend von Trassenheide.
Natürlich wird der Tourismus in Trassenheide der größte Wirtschaftszweig sein und auch bleiben. Dem werden sich die Possis auch nicht entgegenstellen.
Doch wie wollen wir die Aufgaben des Tourismus lösen, wenn wir keine Wohnungen für das Personal haben?
Löhne werden hier gezahlt die jenseits von Gut und Böse sind. Schaut man sich aber die Mieten an, so muss jeder einsehen das man sich diese mit den Löhnen die hier gezahlt werden nicht leisten kan.
Wenn sich dann auch noch der Bürgermeister vor versammelter Manschaft stellt und der Meinung ist das man in Trassenheide keine billig Wohnungen bauen sollte um ein "Wolgast Nord" zu verhindern, dann kann man davon ausgehen, dass es Wohnungen werden die im Winter mit runtergezogenen Rolläden zu betrachten sind.


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RE: Der schleichende Tod

#4 von Gast , 26.04.2012 22:31

das mag ja sein, aber für die Löhne und Gehälter der Angestellten, die in den Betrieben arbeiten, sind die Unternehmer verantwortlich und nicht die Gemeindeverwaltung. Würden die Unternehmer bei Euch nicht so gierig, selbstsüchtig und egoistisch sein, würden die Mitarbeiter auch mehr verdienen ( also leistungsgerecht ). Solange die Unternehmer die Mitarbeiter wie Dreck behandeln und nicht einsehen, dass gutes Personal die Basis und das beste Kapital für ein gutes Unternehmen ist, wird sich bei Euch auch nichts ändern. Nur wenn hier angesetzt und leistungsgerecht gezahlt wird und die Mitarbeiter gerecht behandelt werden, können sich die Mitarbeiter auch mehr leisten, sind zufrieden mit ihrer Arbeit und stehen hinter dem Betrieb. Gleichzeitig kann man als Unternehmer aus diesen Leuten das Maximale raus holen. Das ist eine ganz einfache Sache, nur hat das bei Euch noch kaum ein Unternehmer kapiert. Dann kann man auch Wohnungen bauen, die ins Ortsbild passen und die sich auch junge dynamische Menschen leisten können und werden. Das faule Pack....das es natürlich überall gibt....wird automatisch ausgegliedert und muss sich dann eben anderweitig orientieren.


RE: Der schleichende Tod

#5 von T4[666] , 03.05.2012 10:23

Diese Regierung hat es geschafft die Löhne und Gehälter in den letzten 20 Jhren um 20% zu senken. Sie hat eine Volksgruppe erschaffen die sich Harz 4.rer nennt und auf die es sich so herforragend herrumschimpfen lässt. Nur einer hat dies noch überboten. Sarrazin! Der hat selbst den Harzern noch ein Beschimpfungsobjekt geliefert. Ausländer!

Aber daruf wollte ich nicht hinaus.
Wenn die Regierung die Löhne und Gehälter um 20% senkt, muss sie auch gezwungen werden Wohnraum für diese Geringverdiener zu schaffen. Hier sollten persönliche Befindlichkeiten eines Bürgermeister keine Rolle spielen. In Gegenteil. Ein Bürgermeister der solche Äußerungen von sich gibt, hat Grundsätzlich kein Recht Bürgermeister zu sein.
Dies ist Diskriminierung einer gewissen Bevölkerungschicht.
Hier in Trassenheide wir auf diese Art versucht, Menschen die nicht das nötige Geld haben, erst garnicht die Changse zu geben hier sesshaft zu werden. Zugleich erreicht man, das die die hier Wohnhaft sind und eigenen Famielien gründen wollen, hier wegziehen müssen.


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RE: Der schleichende Tod

#6 von Mister T , 12.01.2013 12:13

Ja schon...aber das ist doch überall so. Die Politik ist nur bei Mindestlöhnen gefordert ( Ich hoffe, dass hier bald was geschieht ). Was der Mitarbeiter letztendlich wirklich verdient, entscheidet einzig und allein der Unternehmer. Wenn ein Mitarbeiter Vollzeit arbeitet, muss er davon leben können und sich nicht noch einen, oder zwei Nebenjobs suchen müssen. Das Problem haben wir bei uns aber auch. Das ist kein mecklenburger Problem. Tatsache ist, dass Ihr weit weg vom Schuss seid...industriebezogen... und der Standort Usedom und Umgebung für Industrielle uninteressant ist. Ihr seid und werdet auch in Zukunft...wie Sylt....Tourismusgebiet bleiben und müsst auch in diese Richtung hin arbeiten. Da kommt kein BMW, Daimler oder Audi und möchte im Bereich Usedom eine Fabrik bauen. Alleine schon von der Logistik her überhaupt kein Thema. Wohnraum kosten nun mal Geld. Aber wenn ich Wohnraum zur Verfügung stelle, muss auch in irgendeiner Weise was verdient sein. Aus Nächstenliebe macht das Keiner. Wer den Wohnraum nicht bezahlen kann, kann ihn auch nicht nutzen. So einfach ist das heutzutage. Wie gesagt...ist kein mecklenburger Problem.


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RE: Der schleichende Tod

#7 von T4[666] , 14.01.2013 08:21

Mindestlöhne, gut und schön, ich meine das ist der falsche Weg.

Es wird immer Menschen geben die für weniger Geld arbeiten gehen. Sei es aus Not oder weil sie eine Beschäftigung brauchen. Viele werden psychisch Krank, weil sie das Gefühl des „Nichtbrauchens also Abfall zu sein“ nicht ertragen können. Aus diesem Grund gibt es Menschen die für 1,53€ die Stunde arbeiten.
Währen sich alle einig und würden solche Jobs konsequent ablehnen, würden zwar einige Firmen den Bach runter gehen, aber andere die die richtig rechnen können würden dies überleben.

Kommunale Wohnungspolitik! Schon einmal gehört?
Die Kommunen sind angehalten, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dies hat einfach nichts mit der Verdienstruktur einer Region zu tun, sondern mit der Erweiterung und dem Ausbau der Gemeinden. Es soll der Vergreisung der Orte vorbeugen.
Aus diesem Grund sind wir dafür, dass die Gemeinde die ehemalige Fostra kauft, dort bezahlbare Wohnungen schafft (Bürogebäude) und die vorhandenen Flächen an Kleingewerbetreibende vermietet. Was wiederum Arbeitsplätze schafft und somit die Miete für den geschaffenen Wohnraum sichert.

Wie du sagst, es ist kein Mecklenburger Problem.
Es ist ein kapitalistisches Problem.
Friss oder du wirst gefressen.
Demokratie? Das ich nicht lache!
Lobbyismus durchzieht diesen Staat. Angefangen in den Gemeinden wo Neid und Hass, Selbstsucht und Machtgier vorherrschen.
Schau dich um in den Gemeinden. Egal wo du hinschaust, du wirst es im ganzen Land finden.
Solange sich die Menschen das gefallen lassen, wird es auch so bleiben.


„Wir sind das Volk“

Da kann ich nur fragen:

Und wer ist dann Volker?


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RE: Der schleichende Tod

#8 von Mister T , 14.01.2013 08:42

du hast ja recht. Aber die Fostra? Hat sich eigentlich schon mal jemand die Mühe gemacht, zu untersuchen, wo und wieviel Aspest und sonstige giftigen Materialien dort verarbeitet wurden? Wenn das so ist, würde die Entsorgung ein Vermögen kosten. Würde das totgeschwiegen, würden die Menschen und vor allem die Kinder krank werden. Das kann doch keiner wollen. Ich kann mir vorstellen, dass die Gemeinde das weiß. Mich würde echt interessieren, was dort an Giftstoffen verbaut wurden.


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RE: Der schleichende Tod

#9 von Mister T , 14.01.2013 10:37

Ach so...noch etwas zum Thema Mindestlohn...... Der muss her und zwar schnell und aus folgendem Grund: Es kann nicht sein, dass z. B. meine Wettbewerber Billiglöhner einstellen, sie von meinen Steuergeldern subventionieren lassen um mir so Konkurrenz zu machen und Preisdumping betreiben. Das ist doch nicht richtig, oder?


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RE: Der schleichende Tod

#10 von T4[666] , 14.01.2013 16:04

Wer hindert dich daran auch bei Mindestlohn Billiglöhner einzustellen?
Wer soll kontrollieren ob du nicht Billiglöhner eingestellt hast?

Einfaches Beispiel:

Gemeinden die Verträge mit Unternehmen machen, müssen darauf achten das diese Unternehmen Tariflohn zahlen.
Trotzdem sollen sie den Preisgünstigsten Anbieter nehmen.
Ergo!!
Sie kontrollieren einfach nicht, weil sie sonst mehr für denselben Auftrag bezahlen müssten!!

Wie groß soll deiner Meinung nach das Kontrollorgan sein, das alle Unternehmen auf Billiglöhner kontrolliert?


Zur Fostra!

Ob ein Gelände verseucht ist oder nicht, sollte durch eine Expertise ermittelt werden.
Dieses muss sich dann im Verkaufspreis widerspiegeln.
Wer im Endeffekt die Entsorgung des belasteten Material oder des Bodens bezahlt ist völlig egal.
Das die Fostra belastet ist, weis hier jedes Kind. Schließlich hatte die Fostra eine Galvanik und was das heißt kannst du dir vielleicht denken.
Asbest gibt es dort sehr wenig, weil die meisten Dächer mit Blech oder Dachpappe belegt sind.

[img][/img]

Schau dir dieses riesen Gelände an und die vielen Unterstellmöglichkeiten.
Es ist ideal für Kleinunternehmen.
Der Bauhof der Gemeinde könnte dort auch Platz finden.
Sehr wichtig!! Die Feuerwehr wird bald neue Technik brauchen.
Auch für sie ist dort Platz mehr als genug.

Wir haben einmal eine Bierdeckelrechnung gemacht und festgestellt, dass sich das ganze in 8 Jahren amortisieren würde.


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RE: Der schleichende Tod

#11 von Mister T , 14.01.2013 16:20

Mit dieser Amortisierungsprognose wäre ich aber vorsichtig. Da hat sich schon mancher die Finger verbrannt. Also so wie ich Dich verstanden habe, wurde noch nicht ermittelt, was für und wieviel Schadstoffe auf diesem Gelände schlummern. Ich glaube schon, dass diese Tatsache auf Käufer abschreckend wirkt....und natürlich auch auf potentielle Mieter, oder Pächter. Wenn das Projekt Fostra so lukrativ wäre, wundere ich mich, dass sich noch kein Käufer gefunden hat. An was liegt's? Nochmal kurz zum Mindestlohn: Das braucht keiner zu kontrollieren. Der geebnete Weg zum Arbeitsgericht wird für viele Unternehmer ein Problem werden, wenn das Gesetz raus ist. In unserem Unternehmerforum fangen die Unternehmer, die keine Mindestlöhne zahlen, schon an zu zittern, weil sie dann nicht wissen, wie sie ihren Dumpingpreis in ihrer Kalkulation unterkriegen sollen, wenn ein Mitarbeiter plötzlich im Lohnbüro anklopft und auf sein Recht pocht....recht so. Der Mindestlohn muss her.


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RE: Der schleichende Tod

#12 von T4[666] , 15.01.2013 08:31

Forsta

Wie gesagt, es ist eine auf dem Bierdeckel gemachte Milchmädchenrechnung.
Vorhandene Fläche mal dem Mieterpreis gleich Summe.
Wie sich das ganze entwickeln wird, können auch wir nicht voraussagen.
Doch angesichts der Tatsache, dass immer mehr Kleinunternehmen Flächen oder Räume suchen, währe dies doch eine Alternative.
Hinzu kommt, dass es in Trassenheide keine Flächen mehr für derartiges Gewerbe gibt.

Jeder der solch ein ehemaliges Industriegelände kauft, sollte sich bewusst sein, dass dort mit Belastungen zu rechnen ist. Wer würde solch einen Industriestandort blind kaufen? Somit würde ich als Verkäufer schon einmal dafür sorgen, dass dort eine Expertise über Gebäude und Bodenbelastung erstellt wird.
Ob nun der Verkäufer so ehrlich ist und einem potentiellen Käufer über diese Ding informiert?
Hier geht es um Geld. Für einige, um sehr viel Geld und dort wo Geld im Spiel ist, wird gelogen das sich die Balken biegen.

Mindestlohn

MV auf der Armutsliste auf Platz 2.
Arbeitslosigkeit liegt so bei 17%.
Lieblingssatz der Arbeitgeber ist:

Wenn du nicht willst, da Draußen stehen hunderte andere vor der Tür, die machen deinen Job für weniger Geld.

Das von den meisten Arbeitgebern als Faulkrankheit deklarierte Burnout Syndrom ist Deutschland weit auf dem Vormarsch. Die physische und psychische Belastung der Menschen ist nun schon so weit, dass einige dieser Belastung nicht mehr standhalten und einfach abklappen. Die, die einen guten Job haben werden nicht murren, sie werden schön die Füße stillhalten, denn:

Da Draußen stehen hundert andere die deinen Job haben wollen.

Wenn du deinen Arbeitgeber verklagst, ist zugleich dein Arbeitsverhältnis beendet.
Du bist deinen Job los und hast was gewonnen??


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RE: Der schleichende Tod

#13 von Mister T , 15.01.2013 13:56

Das sind ja Zustände wie im Mittelalter. Unglaublich. Also ist der Unkehrschluß? Die Jungen hauen ab und gehen dahin, wo die Arbeitswelt in Ordnung ist. Bei uns sind viele aus Meck-Pomm. Die wollen nicht mehr zurück...was nach Deiner Aussage zu urteilen auch verständlich ist. Die Unternehmer bei Euch haben noch nichts gelernt. Gut motivierte Mitarbeiter sind das größte Gut eines Unternehmens.


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RE: Der schleichende Tod

#14 von T4[666] , 15.01.2013 19:20

Dieses Problem betrifft nicht nur MV, es ist Deutschland weit, leider.
Meine Familie, Verwandschaft und Bekantschaft ist über ganz Deutschland verstreut.
Man telefonimert oder trifft sich gelegendlich und von überall hört man solche Dinge.

Wenn es bei euch noch so etwas wie eine Sozialstrucktur gibt, dann Gratulation.


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RE: Der schleichende Tod

#15 von Müllermilch , 27.04.2013 15:56

Auch ich bin für einen Mindestlohn, der schon längst überfällig ist. Ebenfalls bin auch ich dafür, dass auf der Insel, dass betrifft natürlich auch Trassenheide, nicht mehr nur an Ferienwohnungen, sondern auch mal an Wohnraum für die eigene Bevölkerung gedacht wird. Auch wenn der Tourismus für unsere Region sehr wichtig ist, funktioniert dieser letztendlich nur, wenn es noch Einheimische gibt, wozu auch Wohnraum für diese gehört, die die Touristen versorgen. Dazu gehören Verkäuferinnen, Arzthelferinnen, Reinigungskräfte, Köche, ..., und all diese, die ich hier noch nicht erähnt habe. Ohne Einheimische mit bezahlbarem Wohnraum und Gehalt, von dem diese leben können, ohne zusätzlich zum Harz- 4- Amt gehen zu müssen, letztendlich irgendwann auch keine Touristen mehr.


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RE: Der schleichende Tod

#16 von T4[666] , 27.04.2013 19:06

Mal so für alle zum überlegen.

Warum gibt es Arbeitslose?
Weil einige zu faul sind zum arbeiten oder weil es nicht genug Arbeit gibt?
Faulheit möchte ich ausschließen. Es gibt natürlich einige die wirklich denken das die Menschen faul sind und im Speziellen wenn man ein Thema ins Spiel bringt:
Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)
Aber hierüber möchte ich in diesem Threat nicht diskutieren.

Es fehlt an Arbeit.
Warum fehlt es an Arbeit?
Entweder gibt es zu viel Menschen in Deutschland oder die Industrialisierung ist schuld.
Immer mehr Maschinen ersetzen immer mehr Menschen.
Die logische Frage hieraus währe eigentlich:
Wenn eine Maschine einen Menschen ersetzt, sollte diese ihn nicht auch ernähren?


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RE: Der schleichende Tod

#17 von Mister T , 29.04.2013 08:25

schwierig, hier zu sagen, was man zuerst tun soll. Erst Jobs bereitstellen, oder Wohnraum? Das Eine ist immer vom Anderen abhängig. Ich denke...beides fehlt. Trassenheide wird und ist momentan für junge Einheimische unatraktiv. Was für gut bezahlte Jobs sollen es denn sein oder werden? Und für wen? Wer soll denn die Wohnungen bezahlen können, bei diesen "scheiß" Löhnen und menschenunwürdigem Umgang mit Mitarbeitern in OVP ? Das ist ein Fass ohne Boden. Ich meine immer noch, dass man auf der Insel voll auf Tourismus gehen muss. Zu DDR-Zeiten war dort überwiegend Landwirtschaft und Fischerei platziert. Nach der Wende wurde dies alles platt gemacht. Auch für Unternehmer im Herstellerbereich ist Usedom keine Option. Also....was sollen denn die jungen Einheimischen dort arbeiten? Klar.....Ihr denkt, Ihr Einheimischen werdet so langsam verdrängt von den ganzen Feriensiedlungen, Ferienhäusern und Hotels. Aber seid doch mal ehrlich zu euch selbst....was für ne Chance hat denn Usedom noch, außer Tourismus? In meinen Augen....keine mehr. Das ist alles schon zu weit fortgeschritten. Ihr müsst euch darauf einstellen, dass Usedom so wird wie Sylt. Ganz sicher.


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RE: Der schleichende Tod

#18 von Mister T , 29.04.2013 15:19

Warum fehlt es an Arbeit? Weil Politiker denken, man könnte 2 oder 3 Mini-Jobs zu einer Festeinstellung umfunktionieren und andersrum....weil Politiker denken, jeder kann jeden Job machen ( siehe Schlecker- Frauen ).....weil Politiker denken, unser Schulsystem ist in Ordnung, bezüglich der Integration der Ausländer, obwohl schon lange bekannt ist, dass die Migranten beim Lehrstoff nicht mehr hinterher kommen, da die Eltern meinen, zuhause müsste ausschließlich in ihrer Heimatsprache geredet werden......weil Politiker denken, man müsste Hauptschüler und Realschüler zusammen tun.....weil Politiker es dem Mittelstand sehr schwer machen, Leute, die nichts taugen oder sehr oft fehlen, zu kündigen....weil Politiker der Meinung sind, Leiharbeit sei so in Ordnung, obwohl diese Leiharbeiter im Schnitt zwischen 7,00 Euro und 8,50 Euro in der Stunde bekommen und die Leiharbeitsfirma bis 30 Euro netto pro Stunde bei den Firmen abzocken und wenn dann mal ein Leiharbeiter dabei ist, den man gerne fest einstellen möchte, muss man ihn der Leiharbeitsfirma abkaufen.....im Grunde, moderne Sklaverei. Weil Politiker denken, der Mittelstand hat Geld im Überfluss, so dass man ihn noch mehr schröpfen will mit dem Spitzensteuersatz. Fazit: Jeder kleine und mittelständige Unternehmer geht mit neuen Mitarbeitereinstellungen empfindlich vorsichtig um.


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RE: Der schleichende Tod

#19 von Mister T , 29.04.2013 16:27

und.....es fehlt nicht unbedingt an Arbeit, sondern an Wissen, Grundwerte schätzen und Ehrgeiz. Ich habe viele Praktikanten und Ferienjobber bei mir im Betrieb. Über die Hälfte kannst du in den Müll schmeißen....kein Interesse, keine Allgemeinbildung, keine Ausdauer mal etwas zuende zu machen, unpünktlich, keinen Anstand und kein grammatikalisch normaler Satz kommt aus dessen Mund raus....was will man mit dieser Generation anfangen? Die wollen alle nur noch am Computer spielen und dabei ne menge Geld verdienen. Hände schmutzig machen, oder mal mitdenken, will keiner mehr....Papa und Mama haben Hartz-4 und liegen den ganzen Tag auf dem Sofa, scheiß egal, was die Kids den ganzen Tag tun und lassen, oder was sie an Hausaufgaben machen müssen. Hier fehlt es bestimmt nicht an Arbeit, sondern an jungen Menschen, die wirklich arbeiten möchten und nach den einfachsten Grundregeln erzogen sind. Ich habe seit einem Jahr einen Azubi, dem ich am Liebsten den Hals umdrehen möchte. So sieht das bei uns zum größten Teil aus....und nicht anders.
Bin grad stinksauer.


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RE: Der schleichende Tod

#20 von T4[666] , 29.04.2013 16:45

Zum ersten Teil

Selbst unter den Top Vermietern dieser Insel regt sich Widerstand gegen den weiteren Ausbau der Insel mit Ferienwohnungen, Hotels, Ferienresorts und, und, und.
Keiner möchte dass hier wie auf Sylt, Natur zu Gunsten einiger weniger Geldverdiener zerstört wird. Keiner möchte ein Land der Toten Augen (im Winter sind das die herunter gezogenen Rolläden) aus Usedom machen.
Die Frage ist, wie viel Urlauber verträgt diese Insel und wie viel Menschen können davon leben.
Natürlich können immer weniger von den Urlaubern leben, wenn in manchen touristischen Vereinen Topgehälter von 210€ die Stunde gezahlt werden. Oder wenn das Geld was auf dieser Insel durch Vermietung verdient wird, nicht auf dieser Insel, nicht einmal in dieser Region bleibt.
Und schon sind wir wieder bei der Gier einzelner Unternehmer.
Hinzu kommt, dass die Gemeinden im Grunde keine Möglichkeiten haben sich gegen diesen Bauboom zu wehren. Die Gesetze des BauGB wurden nun mal so festgelegt.
Hier hilft nur eins;
Veränderung der gesetzlichen Bestimmungen durch das einreichen von Petitionen.
Wenn die ganze Insel mitmacht, kann man das erreichen.

Zum zweiten Teil

Du machst einen Riesen Fehler

Politiker denken nicht, sie werden bedacht und das von der Industrie.
Was denkst du warum es diesen ganzen Mist den du angeführt hast, überhaupt gibt?

Wenn ein bestimmter Industriezweig bischen Geld braucht, wird dann schon mal ein Krieg angezettelt. Dafür kann man auch ein ganzes Volk ein wenig belügen. Da hat man keine Probleme mit. Das geht in Ordnung. Und wenn sich zum Ende herausstellt das es gar nicht so war wie behauptet na ja, dann halt „UPS“ war nicht so gemeint.

Zum dritten Teil

Hi hi, jetzt musste ich richtig Schmunzeln.
Genau das was du der Jugend jetzt vorwirfst, hat man uns in unserer Jugend vorgeworfen.
Wie sich die Dinge doch wiederholen?

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und so auch die Jugend.


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RE: Der schleichende Tod

#21 von Mister T , 30.04.2013 09:09

Zum ersten Teil: Thema Topvermieter. Klar sind die Topvermieter gegen einen weiteren Ausbau. Die haben ihre Schäfchen ja auch im Trockenen und scheuen Konkurrenz. Gier gibt es überall, wo was zu holen ist. Man muss doch aber dennoch Jedem die Chance geben, sich auf der Insel zu etablieren, nicht nur den schon vorhandenen "Topvermietern". Nochmal.....die Insel hat mit produzierender Infrastruktur keine Chance. Nur Tourismus. Genau da muss man ansetzen. Und du glaubst doch nicht im ernst, dass einem wie Kaliebe reicht, was er bisher gebaut hat. Auch er will sich vergrößern. Da brauchen wir uns nichts vormachen. Genauso wie der Römer, der Waldhof, oder der Friesenhof. Und mit diesem Gedanken spielen noch mehr Hoteliers. Es geht überall nur ums Geld....das ist eben so. Da interresiert es keinen, der auf der Insel investieren will, ob die Natur unmittelbar darunter leidet. Das ist auf der ganzen Welt so.

Zum zweiten Teil: Wer sonst als als die Politik zettelt Kriege an, um seinen Eigennutz zu sichern...siehe Ölvorräte, die sich die Amerikaner unter den Nagel reißen wollen. Bei uns in Deutschland machen die Konzerne die Politik und die Politiker sind das Sprachrohr für sie. Warum denkst du wohl, wurde der Firma Holzmann geholfen? Oder den Banken, die selbst Schuld waren, an ihren Schulden? Oder andere Konzerne werden finanziell unterstützt, damit die Arbeitslosenzahl nicht drastisch nach unten geht. Abwrackprämie, damit die Autoindustrie wieder neue Autos verkaufen kann und gleichzeitig die Lieferanten knebeln und drücken. Unsereins muss mit dem, was er erwirtschaftet hat auskommen, sonst wird ihm der Laden dicht gemacht...und und und.

Zum dritten Teil: Du willst mir doch nicht erzählen, dass du früher auch so warst, wie die Jungen Heute? Hattest du keinen Respekt vor deinen Lehrern? vor deinen Eltern? vor deinen überwiegend älteren Mitmenschen? Musstest du nicht beim Kommen, oder gehen deinem Gegenüber die Hand geben und/oder guten Tag oder tschüß sagen und deinem Gegenüber dabei in die Augen schauen? Hast du in Bus oder Bahn keinen Platz gemacht, wenn Ältere sitzen wollten, odwer hast du sie auch beleidigt? Hast Du früher bei Streitereien oder Schlägereien ein Messer gezogen, oder habt zu dritt auf einen eingeschlagen, bis er tot war, einen Schlagring oder Baseballschläger benutzt? Hast du deinen Vater angezeigt, wenn er dir eine geklatscht hatte, weil du mal wieder Scheiße gebaut hast? Ne ne, wir waren früher auch keine Lämmchen, aber wir hatten noch Werte vermittelt bekommen, die man überall im Leben einsetzten konnte und bis heute noch kann.


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RE: Der schleichende Tod

#22 von T4[666] , 01.05.2013 12:00

Zum ersten Thema

Aus diesem Grund sage ich ja, es muss etwas unternommen werden. Gesetze werden nicht von Politikern gemacht, sie sollten vom Volk kommen.
Wer sich natürlich mit den Gegebenen zufrieden stellen lässt, hat schon verloren.
Wir währen immer noch kein einig Deutschland, wenn das Volk es nicht gewollt hätte.

Zum zweiten Teil

Natürlich wird die Politik benutzt um Kriege anzuzetteln. Doch es sind nicht die Politiker die da hinter stehen. Hinter jedem Krieg steht immer die Industrie.
Schönes Beispiel ist Krupp.

Nachdem Krupp dem Nationalsozialismus zunächst distanziert gegenüber gestanden hatte, näherte er sich diesem 1932–1933 immer weiter an. Bereits 1932 finanzierte Krupp die Arbeitsstelle Schacht, welche ein Wirtschaftsprogramm für die Nazis entwarf. Beim Geheimtreffen vom 20. Februar 1933 von Industriellen mit Hitler, bei dem eine Wahlkampfhilfe von 3 Millionen Reichsmark für die NSDAP zugesagt wurde, war er unter den Teilnehmern. 1933 wurde er dann Kuratoriumsvorsitzender der Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft und 1937 Wehrwirtschaftsführer. 1940 verlieh ihm Hitler das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP. Zugleich setzten die Nationalsozialisten Krupp von Bohlen und Halbach und die Krupp AG zu propagandistischen Zwecken ein.
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs nahm das Unternehmen durch die erhebliche Nachfrage nach seinen Rüstungsprodukten einen weiteren rasanten Aufschwung. Neben den regulären Beschäftigten wurden bei der Krupp AG zwischen 1940 und 1945 ca. 100.000 Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge eingesetzt.
Der Buchwert des Krupp-Konzerns stieg, ohne die Fabriken in den besetzten Gebieten, von 75.962.000 Reichsmark im Oktober 1933 auf 237.316.093 Reichsmark im Oktober 1943.[1] 1943 notierte Ulrich von Hassell in seinem Tagebuch:
„Der Generaldirektor Loeser [Direktor bei Krupp], ein kluger klarblickender Mann, erzählte neulich bei Popitz, die führenden Leute, an der Spitze natürlich der servile Krupp-Bohlen und der kaltschnäuzig egoistische Zangen ständen beide Hitler, weil sie glaubten, auf diese Weise gut zu verdienen und die Arbeiter an der Leine zu halten.“[2]
Am 20. April 1942 schenkte Krupp Hitler den ersten produzierten Tiger-Panzer, den Hitler als „sein schönstes Geburtstagsgeschenk“ würdigte.[3]
Nach einer Reihe von Schlaganfällen übertrug Krupp von Bohlen und Halbach Ende 1943 die Leitung des Unternehmens seinem ältesten Sohn Alfried und zog sich auf das Gut der Familie im österreichischen Schloss Blühnbach zurück. In diesem Zusammenhang erließ Hitler, auf Betreiben Krupps, die sogenannte „Lex Krupp“, die Krupp rund 400 Millionen Reichsmark ersparte.

Zum dritten Teil
Was sind die Werte die uns unsere Eltern einmal beibrachten heute noch wert? Anstand, Hilfsbereitschaft und Erfurcht vor menschlichen Leben gibt es doch nicht mehr. Fressen oder gefressen werden ist die Devise. Geschuldet ist es dem kapitalistischem System in dem wir jetzt leben. Künstlich hochgehaltene Arbeitslosigkeit schafft Druck auf den Menschen. Angst kein Geld zu haben um sich nur das Nötigste kaufen zu können, bringt Neid mit sich. Neid der zu Hass führt und das wiederum zu Mord und Totschlag.
Schau dir einfach mal die Sendungen im Fernsehen an die für Kinder gemacht sein sollen. Es wird den Kindern vorgelebt. Jede zweite Nachricht im Fernsehen, Rundfunk oder in der Zeitung handelt vom Verbrechen, Mord und Todschlag. Da ist es kein Wunder das unsere Kinder genau so Handeln wie die Erwachsenen. Jeder Erwachsene sollte sich Bewusst sein das er eine Vorbildfunktion gegenüber den Kindern hat. Doch schau dich um! Nachbarstreitigkeiten um Nichtigkeiten. Kinder dürfen nicht mit Kinder spielen weil sie anders aussehen oder vielleicht Arm sind.
Hinzu kommt das Bildungssystem in Deutschland. Völlig überforderte Lehrer sollen Kindern etwas beibringen die noch nicht einmal die deutsche Sprache beherrschen. Völlig überforderte Kinder mit Björn Aut Syndrom sollen unsere Zukunft sein?
Was verlangst du? Du bist der jenige der der Jugend das beibringen soll was sie für ihren Beruf beherrschen sollen. Nicht die Eltern, nicht die Schule und schon gar nicht der Staat. Einen Jugendlichen der sich volle Kanne in seinen zu erlernenden Beruf reinhängt, kannst du mit der Lupe hier in Deutschland suchen.


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zuletzt bearbeitet 01.05.2013 | Top

   

Sommerkino
...und der Bürger nervt!

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