Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#1 von T4[666] , 22.02.2012 15:40

Auf das Märchen der vielen Wassermassen die vom Himmel fallen, falle ich nicht rein.
Jeder der halbwegs einen PC bedienen kann, kann beim Deutschen Wetterdienst die Daten über die durchschnittliche Regenmenge im Jahr abrufen. Diese besagen nun aber eindeutig, dass die durchschnittliche Regenmenge im Jahr seit den letzten 50 Jahren gleich bleibend ist. Es ist sogar zu bemerken, dass durch den Klimawandel die Regenmengen geringer werden.


Somit fällt diese Punkt zur Erhöhung der Umlagen für den Wasser und Bodenverband aus.

Verstopfte Verrohrungen und Durchlässe. Für mich eindeutig ein Zeichen das hier in den letzten Jahren geschlampt wurde. 2 mal im Jahr werden die Gräben ausgebaggert, wieso werden dann diese Rohre und Durchlässe nicht gleich mitgereinigt?

Somit fällt dieser Punkt zur Erhöhung der Umlagen auch ins Grundwasser.

Kosten für Storm und Diesel. Diese Kosten sind doch bestimmt nicht innerhalb eines Jahres gestiegen. Somit muss sich der Wasser und Bodenverband fragen lassen
„Haben die die letzten Jahre gepennt“?

Somit fällt dieser Punkt so ziemlich flach. Zeitnahe Gebührenerhöhung nennt man so was.

Um es deutlich zu sagen. Ich bin nicht bereit die Schlamperei für den Wasser und Bodenverband mit meinem sauer verdienten Geld zu zahlen.


Holzauge sei wachsam

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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#2 von T4[666] , 05.07.2012 17:56

Auf Grund der Tatsache, dass ich mich mit der Erhöhung der Preise des Wasser-Bodenverbandes ohne eine nachvollziehbare Begründung nicht abfinden will, habe ich Widerspruch in der Gemeindevertretersitzung vom 08.05.2012 eingelegt und nach einer plausiebelen Begründung gefragt.
Aber lest selbst in der Niederschrift dieser Sitzung:


Des Weiteren geht Herr Brandenburg auf den Beschluss der Gemeindevertretung vom 13.12.2011 bezüglich der 1. Satzung zur Änderung der Satzung der Gemeinde Trassenheide über die Erhebung von Gebühren zur Deckung der Beiträge und Umlagen des Wasser- und Bodenverbandes Insel Usedom- Peenestrom ein.

Herr Brandenburg äußert zu dem gefassten Beschluss, dass ihm eine schlüssige Begründung fehlt.

Herr Brandenburg legt Widerspruch zu dem gefassten Widerspruch ein.

Sollte eigentlich Widerspruch zum Beschluss heißen, aber ich bin nicht Pästlicher als der Papst.

Herr Schwarze sagt zu ihm, dass er das tun könne, dass er aber bei der letzten Verbandssitzung ebenfalls die Möglichkeit gehabt hätte Widerspruch einzulegen. Dort hätte man ihm zu mindestens einen ausführlicheren Begründung geben können zur Notwendigkeit der Gebührenerhöhung.

Herr Brandenburg teilt mit, dass er an dem Tag der Verbandssitzung einen anderen Termin gehabt hat.

Herr Schwarze führt aus, das sich jeder Bürger selbst erklären kann, warum die Gebühren erhöht werden müssen.

Also wenn das jeder kann, warum nicht die Gemeindevertretung?

Herr Brandenburg sagt, das ist für ihn keine Begründung. Der Regen ist nicht mehr geworden und die Grabenlängen haben sich eher verkürzt.

Um das Problem zum Abschluss zu bringen, sagt Herr Schwarze, das Problem wird zurückgestellt bis die 2. Stufe der Untersuchungen der Vorflutverhältnisse abgeschlossen ist. Dann hat man neue Informationen.

Herr Brandenburg sagt, dass er mit Umweltplan in Verbindung steht und schon Erkenntnisse hat, die er in dieser Runde noch nicht bekanntgeben kann.


Seiner Meinung nach arbeitet der Wasser- und Bodenverband nicht ordentlich.
In den letzten 5-6 Jahren stehen die Gräben ständig voll.


Herr Schwarze äußert dazu, dass man das auch nicht nur so sehen kann, viele Gräben haben keine Verbindung mehr miteinander und es muss ein Projekt erarbeitet werden, um die Sache zu lösen.
Wenn das die Begründung ist das wir mehr Geld bezahlen müssen, kann ich nur sagen, das mein Vorwurf der Schlamperei des WBV sich in diesem Augenblick bestätigt hat.

Herr Freese gibt abschließend den Hinweis, dass man um genaue Zahlen und Begründungen zur Gebührenerhöhung zu erhalten den Rechenschaftsbericht des Wasser- und Bodenverbandes einsehen kann. Hier wird erläutert, wer was zu zahlen hat. Herr Brandenburg möge sich den Rechenschaftsbericht vom Wasser- und Bodenverband geben lassen.

Wie ihr aus diesem Disput erkennen könnt, hat die Gemeindevertretung keine Begründung für die Erhöhung.
Wieder einmal wird der unwissende Bürger an irgendwelche Institutionen verwiesen. Selbst kann man keine Auskunft geben.
Die Frage ist nun, mit welcher Begründung dieser Beschluss gefasst?


Holzauge sei wachsam

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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#3 von T4[666] , 05.07.2012 18:37

So wie man mich aber kennt, gebe ich mich mit dieser nicht befriedigenden Antwort nicht zufrieden. Somit legte ich Widerspruch gegen die Rechnung des WBV vom 25.01.2012 ein.

Kurzer Auszug:


In der Gemeindevertretersitzung vom 08.02.2012 hab ich gegen den Beschluss der
Gemeindevertretung vom 13.12.2012
„Satzung zur Änderung der Satzung der Gemeinde Trassenheide über die Erhebung von Gebühren zur Deckung der Beiträge und Umlagen des Wasser- und Bodenverbandes Insel Usedom-Peenestrom“
Widerspruch eingelegt.
Dieser Beschluss enthält keinerlei Begründung und ist somit für mich nicht nachvollziehbar. Der Hinweis der Gemeindevertretung, mich an den Wasser und Bodenverband zu wenden, sehe ich eher als Beweis an, dass die Gemeindevertretung Trassenheide nicht in der Lage ist, eine Begründung für die Erhöhung der Beitrage zu liefern.
Somit ist die Erhöhung der Abgaben für den Wasser—und Bodenverband für das Jahr 2012
ohne Beweis und kann von mir nur abgelehnt werden.


Geschrieben am 20.02.2012

Die Antwort kam prompt. Oder wie man sagt „Zeitnah“.

Schon am 24.05.2012 (nach knapp 3 Monaten) bekam ich eine Antwort.


Sehr geehrter Herr Brandenburg,
mit Ihrem Schreiben vom 20. Februar 2012 legten Sie Widerspruch gegen den
Bescheid 04/400523 zur Erhebung von Gebühren zur Deckung der Verbandsbeitrage
des Wasser- und Bodenverbandes Insel Usedom — Peenestrom in der Gemeinde
Trassenheide ein.
Nach Prüfung der Sachlage ergeht folgende Entscheidung:
Ihr form- und fristgerecht erhobener Widerspruch wird als sachlich unbegründet
zurückgewiesen.
Die Entscheidung ergeht kostenfrei.


Weiterhin teilte man mit:

Begründung:

Als kalkulatorische Grundlage wurden der Beitragsbescheid 2012 des Wasser— und
Bodenverbandes für die Gemeinde Trassenheide vom 01. Dezember 2011 und der
Änderungsbescheid vom 11. November 2011 für das Jahr 2011 herangezogen. Die
Erhöhung des Beitrages belief sich für das Jahr 2011 um 3.311,21 EUR auf 14.619,74
EUR. Der Beitrag für das Jahr 2012 erhöhte sich gegenüber 2011 um 6.797,37 EUR
auf 18.105,90 EUR. Damit machte sich eine Erhöhung der Gebühren zur Deckung der
Beitrage für die Grundstückseigentümer/-nutzer zwingend erforderlich.


Nun, ich konnte hieraus auch keine Begründung zur Erhöhung der Beiträge erkennen.


Holzauge sei wachsam

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zuletzt bearbeitet 12.07.2012 | Top

RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#4 von T4[666] , 05.07.2012 21:48

Somit wandte ich mich am 31.05.2012 noch einmal an das Amt „Usedom Nord“. Aber diesmal mit konkreten Fragen.

1)
In welche Höhe haben sich die Ausgaben des W.BV. im Bezug auf die Pumpleistungen gegenüber den Vorjahren erhöht und worauf ist diese Erhöhung zurückzuführen?
2)
Wie hoch sind die Beschaffungskosten für Material und Ersatzteile gegenüber den Vorjahren und welche Gründe liegen hierfür vor?
3)
Sind die Preissteigerungen für Energie und Kraftstoffe in den letzten Jahren mit eingerechnet
worden und wie hoch belaufen sich diese?
4)
Welche Erhöhungen sind im Bereich der Lohn und Lohnnebenkosten geplant und sind diese ein
Bestandteil der Erhöhung der Umlage des W.BV.‘?
5)
Sind zukünftige Erhöhungen der Beitrage des W.BV. zu befürchten?


Erstaunlich war das schon am 07.06.2012 eine Antwort kam.

Wieder nur ein kurzer Ausschnitt daraus:

Sehr geehrter Herr Brandenburg,
in ihrem Schreiben vom 31. Mai 2012 brachten Sie Ihre Fragen zur Arbeit des Wasser-
und Bodenverbandes Insel Usedom-Peenestrom zum Ausdruck.
Die Gemeinde Trassenheide ist Mitglied im Wasser— und Bodenverband und hat damit
die fachliche Kompetenz an den Verband übergeben. Ihre Fragen und Probleme aus
dem o.g. Schreiben wurden an den Wasser- und Bodenverband mit der Bitte um
Bearbeitung und Antwort an Sie übergeben.

Somit ging das Warten auf eine Antwort vom WBV von vorne los. Doch man sollte es nicht glauben, schon am 26.06.2012 bekam ich eine Antwort.
13 Seiten, beidseitig bedruckt, eine Menge Information. Sogar ein Lageplan der Gräben war dabei und natürlich die Satzung des WBV.
Nun aber zu meinen konkreten Fragen und dessen Beantwortung natürlich mit einigen Kommentaren.


Einleitung:

Wie sie mit Sicherheit selbst festgestellt haben, herrschten im Juli! August 2011 keine
gewöhnlichen Umstände. Alleine vom 21.07.-30.07. fielen ca. 200 mm Niederschlag. Dies ist
über ein Drittel der gesamten durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge und absolut
außergewöhnlich. Dazu kam, dass durch die Niederschläge vor dem 21.07. die Böden bereits mit Wasser gesättigt waren.


Wir haben aber auch bemerkt, dass nach der Überschwemmung während der Schneeschmelze in Januar desselben Jahres, die Gräben ständig bis zum Rand voll standen. Das ist der wahre Grund weshalb der Boden bis zu den Starkniederschlägen vom 21.07 – 30.07 voll gesaugt war.
Hierüber gab es mehrfach Beschwerde während der Bürgersprechstunde, den Ausschusssitzungen so wie in den Gemeindevertretersitzungen.
Auszug aus der Niederschrift vom 18.01 2011.


Herr Seliger, Bürger von Trassenheide, bittet um das Wort und wendet sich mit einem Auftrag an den Bürgermeister und Amtsvorsteher, Herrn Schwarze. Er bezieht sich auf den am 18.01.2011 in der OZ stehenden Artikel „Land unter in Mölschow“. Es gab vor 2 Jahren in der Feuerwehr Karlshagen ein Gespräch, da ging es um die gleichen Probleme, die heute wieder anstehen. Die Keller laufen voll Wasser. Es entstehen Schäden. Frau Loist behauptet damals, wie heute, sie sei nicht schuld. Im November 2010 ist das Grundwasser nicht gefallen, sondern noch weiter gestiegen.

Mehr dazu hier:
http://www.amtusedomnord.de/tools/politi...i018_a.asp.html


Weiter in Text des WBV:

Der WBV und seine Mitarbeiter haben alles Menschenmögliche getan, um
die Folgen des Hochwassers so gering wie möglich zu halten.
Zu dieser Zeit liefen die Schöpfwerke an ihrer Leistungsgrenze und das über viele Wochen.
Es wurden sehr viel Mittel in die Instandhaltung der Schöpfwerke gesteckt und der ständige
Pumpbetrieb hat auch die Kosten für Energie drastisch steigen lassen.
Um ein schnelleres Abführen des Wassers aus den Ortslagen zu ermöglichen, wurden die
Hauptvorflutgraben vorzeitig gekrautet.


Damit komme ich nun zu ihren detaillierten Fragen.

1.
Wie bereits erwähnt, setzen sich die Kosten für ein Schöpfwerk aus mehreren
Faktoren zusammen, wobei allein die Höhe der Pumpleistungen einen erheblichen
Teil der Schöpfwerkskosten ausmachen kann. Diese Pumpleistungen sind jedoch
nicht kalkulierbar und liegen im Durchschnitt der letzten zehn Jahre bei ca. 41.000
KWh. S0 wurden z.B. im Jahr 2003 lediglich 15.600 KWh verbraucht und im
Extremjahr 2011 waren es 112.000 KWh. Das ist sehr außergewöhnlich. Selbst im
nassen Jahr 1999 sind ,,nur“ 60.300 KWh verbraucht worden. Die Kosten für die
Energiebereitstellung haben sich seit 2002 annähernd verdoppelt.


Kommentar:
Das sich die Kosten für Energie verdoppelt haben, kann jeder nachvollziehen. Doch warum reagiert man jetzt erst darauf?
41,000 KWh Durchschnitt pro Jahr. Dies bedeutet, dass in einigen Jahren sehr wenig gepumpt werden musste. Also hat man in diesen Jahren Geld gespart das man in den Jahren mir mehr Pumpleistung wieder zur Verfügung hat. Wo ist da nun die Logik der Erhöhung?


Kosten für Reparaturen fallen nicht in jedem Jahr an. lm Jahr 2011 lagen sie für das
Schöpfwerk Mölschow mit ca. 38.000,00 € hingegen außergewöhnlich hoch. Ursache
dafür war der Ausfall und die dringend notwendige Reparatur der großen Pumpe.
Kosten steigernd kam noch hinzu, dass aufgrund der Schneeschmelze Ersatzpumpen
wahrend der Reparaturzeit angemietet werden mussten.
Die Aufwendungen für die Schopfwerke können in den folgenden Jahren wesentlich
geringer ausfallen als 2011. Davon sind wir bereits bei der Planung 2012
ausgegangen. Weil jedoch auf die Witterung kein Einfluss genommen werden kann,
ist auch diese Planung nur eine Prognose, die nach oben und auch nach unten
korrigiert werden kann.


Kommentar:
Man stellt uns in Aussicht, dass eventuell die Kosten wieder gesenkt werden können.
Ich glaub aber ehre an den Klapperstorch.
Der Ausfall der großen Pumpe war während der Überflutung im Januar. Aus diesem Grund standen die Gräben sehr lange Zeit bis zum Rand voll mit Wasser. Der Boden hatte sich voll gesaugt wie ein Schwamm. Der Grundwasserspiegel war hierdurch enorm Hoch und bis zum Starkregen im Juli nur minimal gesunken. Die Überflutung und somit das Volllaufen der Keller vorprogrammiert.
Woher die hohen Pumpleistungen selbst während der Niederschlagsarmen Zeiten kommen, sollte dringend erforscht werden. Ursache hier für könnten unterirdische Strömungen sein, die in Verbindung mit den Meeresspiegelschwankungen stehen könnten.


2.
Die Beschaffungskosten für Material und Ersatzteile sind natürlich ebenfalls nicht
gleich geblieben. Ein erheblicher Preisanstieg ist sowohl bei Schmiermitteln als auch
bei Ersatzteilen für Pumpen zu verzeichnen. Auf Grund der höheren Nachfrage hat
sich der Neupreis für Schopfwerkspumpen von 2010 zu 2011 verdoppelt.


Kommentar:
Auch hier gilt, eine gute Haushaltsführung kann solche Schwankungen ausgleichen. Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Das genau in dem Jahr in dem es 2 mal zu diesen Überflutungen kam, die Preise für Pumpen verdoppelt wurden, ist logisch. Wo ein Bedarf ist, werden die Preise angezogen. Kapitalismus lässt Grüßen.

3. Alle durch das Schopfwerk entstehenden Kosten, insbesondere Betreuungskosten,
Reparaturkosten, Kosten für Betriebsmittel, Energiekosten und Fehlbeträge aus den
Vorjahren ergeben am Jahresende die Hohe der Gesamtkosten für ein Schopfwerk.
Die Hohe der Preissteigerungen für Energie sind bereits unter Punkt 1 benannt, und
wie sich die Preise an den Tankstellen entwickelt haben, ist ihnen sicher nicht
entgangen.


Kommentar:
Wiederum Haushaltsführung. Auf die Preissteigerungen bei Energie und Kraftstoffe hätte man schon viel früher reagieren müssen.

4.
Die hauptamtlichen Mitarbeiter des WBV werden nach dem Tarif des öffentlichen
Dienstes entlohnt. Lohn— und Lohnnebenkosten sind Bestandteil der
Verwaltungskosten, die, wie auch die Kosten für die Gewässerunterhaltung, aus dem
allgemeinen Beitrag finanziert werden.
Die Schopfwerkswärter sind als geringfügig Beschäftigte beim Verband angestellt.
Diese Kosten finden sich in den Betreuungskosten der Schopfwerke wieder. Hier gab
es für 2012 eine Erhöhung von 10,- € pro Schopfwerk im Monat.


Kommentar:
Zu bemerken ist, dass die Kosten für die Entlohnung der Hauptamtlichen Mitarbeiter den Hauptanteil der Ausgaben des WBV ausmachen. 10€ im Monat für die, die am meiste Arbeit mit dem Hochwasser hatten? Sehr Witzig!

5. Für das Haushaltsjahr 2013 liegt noch keine Planung vor. 2012 wurde der allgemeine
Beitrag von 7,50 €/BE auf 8,00 €/BE angehoben. Die Erhöhung war erforderlich, weil
zusätzlich die Beseitigung der vom Sommerhochwasser verursachten Spätschaden
berücksichtigt wurde. Insbesondere Reparaturen an Rohrleitungen und Durchlassen
wurden für 2012 erwartet und zum jetzigen Zeitpunkt auch schon im größeren
Umfang ausgeführt.

Kommentar:
Wie viel Jahre vorher war es bekannt, dass einige der Durchlässe kaum oder überhaupt nicht mehr funktionieren. Was hat der WBV all die Jahre getrieben? Gepennt?


Die Unterhaltungsarbeiten werden öffentlich ausgeschrieben und
entsprechend der VOB an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben. Somit ist
gewährleistet, so kostengünstig wie möglich zu arbeiten. Dennoch muss auch hier mit
steigenden Preisen gerechnet werden. Für das laufende Haushaltsjahr standen die
Preise seit 2011 fest, für 2013 wird wieder neu ausgeschrieben. Weil jedoch immer
weniger Anbieter zur Verfügung stehen, ist sicher nicht mit sinkenden Preisen zu
rechnen. Eine Prognose zur Beitragsentwicklung kann daher nicht gegeben werden.


Kommentar:
Alles in allen, hat man versucht meine Fragen zu beantworten. Doch leider können auch sie nicht erklären, warum es immer wieder zu Überschwemmungen und demzufolge zu volgelaufenen Kellern kommt.
Ich sag, Schade!!!


Holzauge sei wachsam

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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#5 von T4[666] , 06.07.2012 16:51

Kommen wir nun zu meiner Erklärung warum der Grundwasserspiegel ständig am steigen ist und einem Lösungsvorschlag der die Ortschaften vor Überflutungen sicherer machen würde.

Im Anhang stelle ich euch eine Graphik zur Verfügung auf der die Entwicklung des Grundwasserspiegels vom 1980 bis 2005 dargestellt ist. Deutlich ist zu erkennen, dass der Grundwasserspiegel nach dem Fall der Mauer stetig steigt.
Setze ich die durchschnittlichen Regenmengen für den gleichen Zeitraum dagegen, kann man erkennen, dass hierin die Ursachen für den Grundwasseranstieg nicht zu finden sind. Die durchschnittlichen Regenmengen sind in den Jahren von 1980 bis 2005 eher rückläufig und belaufen sich so bei 650 mm pro m².

In welchem Zusammenhang der Regen mit dem Grundwasserspiegel steht, weis jedes Kind.
Obwohl der WBV immer wieder darauf hinweist, dass sie nicht für den Grundwasserspiegel verantwortlich sind, muss man ihnen vorhalten, dass die Regenmengen die nicht sofort abgepumpt werden ins Grundwasser versickern. Das heißt, umso länger die Gräben voller Wasser stehen, umso höher wird das Grundwasser sein.
Angesichts der Tatsachen, dass immer wieder beobachtet wird, dass die Gräben bis zum Rand voll Wasser stehen, ist es nicht verwunderlich, wenn der Boden voll Wasser gesaugt ist und er somit den nächsten Regenschauer nicht mehr vollumfänglich aufnehmen kann. Hinzu kommt das dann der Grundwasserspiegel in so weit ansteigt, bis er das Niveau der Kellerwohnungen erreicht hat und dort eindringt.

Dem Vorwurf der meisten Leute dieser Region, dass der WBV ihrer eigentlichen Bestimmung nicht nachkommt, kann man somit verstehen.

Auch der Vorwurf, dass durch die Bebauung (Versiegelung) der Grundwasserspiegel gestiegen ist, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Zum einen kann man sagen, dass eine Versiegelung des Bodens verhindert, dass das Regenwasser in den Boden versickert und somit der Grundwasserspiegel nicht steigen kann. Grundvoraussetzung ist hier eine funktionierende Regenentwässerung.
Zum anderen kommen die Messdaten zum Grundwasserspiegel aus einem Bereich in dem bisher keinerlei Besiedlung stattgefunden hat.

Gespannt können wir auf die Ergebnisse des Gutachtens der Firma „Umweltplan“ aus Stralsund sein. Ob sich hieraus Erkenntnisse und Rückschlüsse zu den Ursachen der voll gelaufenen Keller ziehen lassen und ob man im Nachhinein den WBV für die Entstandenen Schäden haftbar machen kann, wird sich dann Zeigen.

Was mich ein wenig betroffen macht, ist die Handlungsweise unsere Gemeindevertretung.
Es werden Gelder für ein Gutachten ausgegeben (17,000€) um eventuell Fördermittel zu bekommen. Fördermittel für ein Entwässerungssystem des ganzen Ortes. Doch was bringt uns das? Ich denke nichts.
So lange die Gräben nicht restlos leer gepumpt werden, müssen wir immer wieder mit denselben Problemen kämpfen. Das beste Entwässerungssystem wird uns nichts lohnen, wenn das Wasser aus den Wiesen in die Ortschaften fließt. Die Pumpe Mölschow ist in der Lage 4500 m³ Wasser in der Stunde abzupumpen. Dies reicht bei Starkregen bei weitem nicht aus die Wassermassen von den Ortschaften fern zu halten, geschweige dann aus den Ortschaften heraus zu pumpen. Die Zeitspanne um die Gräben innerhalb und um den Ortschaften wieder auf Normalniveau zu bekommen ist einfach zu hoch.

Möglich währe dies nur mit einem Externen Entwässerungssystem. Also ein System das völlig unabhängig von dem Grabensystem des WBV funktioniert.

Meine Ansätze zur Lösung dieser Probleme

Punkt 1)

Erschaffung eines Entwässerungssystems bestehend aus Gräben und Kanälen für den gesamten Ort. Hierzu ist es aber zwingend erforderlich sowie in der Vergangenheit, dass diese Gräben wieder so weit wie möglich in den Ort gezogen werden und zu jeder Zeit leer gepumpt sind. Weiterhin müssen diese Gräben bis zu einer Tiefe ausgehoben sein, um das Grundwasser auf einem Stand von 1 – 1.4 m unter 0 zu halten. Für Ortsbereiche, in denen keine Gräben gezogen werden können, würden sich kleine flache Kanäle anbieten. Verrohrungen sollten weitestgehend vermieden werden.

Punkt 2)

Anschluss aller versiegelten Flächen wie Strassen oder Plätze an dieses Entwässerungssystem. Erschaffung der Möglichkeit so viele Dachflächen wie möglich an dieses System anzuschließen. Je mehr Regenwasser in dieses System geleitet wird, um so weniger kann ins Grundwasser versickern. Somit kann an den Gebäuden keinen Schaden verursacht werden und der kurzzeitig steigende Grundwasserspiegel durch Starkregen wird auf schnellstem Wege wieder abgesenkt.

Punkt 3)

Die einzelnen Gemeinden sollten sich unabhängig von den großen Pumpwerken machen. Dies bedeutet, dass an strategisch wichtigen Punkten die Gräben vom allgemeinen Grabensystem des WBV abgetrennt werden und man dort Pumpen betreibt, die einzig und allein nur der Entwässerung der Ortschaften dienen. Was wiederum zwei Vorteile hätte.
1)
Hiermit würde der Konflikt zwischen den Betreibern der Wiesen und den Gemeinden gelöst. Beide Grabensysteme wären unabhängig von einander und in den Wiesen könnten die Gräben mit wesentlich höheren Wasserständen bestehen bleiben. Wo gegen innerhalb der Ortschaften die Gräben ständig leer gepumpt sind.
2)
Eine genauere Abrechnung wäre somit auch möglich. Die Wassermassen die von den Gemeinden betriebenen Pumpen könnte man genauer berechnen und die Bezahlung des Wasser-Bodenverbandes würde sich danach richten. Hinzu müssen noch die Leistungen des Wasser-Bodenverbandes gerechnet werden, die für die Wartung und Pflege der Gräben, die unmittelbar mit der Entwässerung der Gemeinden, in Verbindung stehen. Hierdurch wird eine Überschaubarkeit der zu bezahlenden Leistungen an den Wasser-Bodenverband garantiert.

Für mich vorstellbar wären, Windkraftpumpen zur ständigen Entwässerung in Kombination mit Elektropumpen für die schnelle Entwässerung. Diese, sowie auch das Entwässerungssystem, sollten die Gemeinden selbst betreiben.
Warum Windkraftpumpen?
Sie sind im Anschaffungspreis etwas höher als eine Elektrische Pumpe doch durch den ständigen Wind der hier in dieser Region herrscht, würden sich diese Pumpen sehr schnell amortisieren.
Mit ihnen könnten die vielfältigen Möglichkeiten der Förderung von Wasser gezeigt werden. Dies würde bestimmt zur Attraktivität dieser Region beitragen. Möglich wären auch spielerische Geräte, an denen die Urlauber sich selbst ausprobieren könnten. Denkbar sind Staustufen, Wasserleitsysteme oder kleine Wasserräder, die von kleinen Windrädern angetrieben werden. Sozusagen ein Wasserspielplatz.

Einen weiteren Vorteil hätte die Trennung der Grabensysteme noch. Durch den höheren Wasserstand in den Gräben, die nicht unmittelbar zur Entwässerung der Gemeinden dienen, wird sich die Natur wieder im Wesentlichen erholen. Das Moorgebiet, das ehemals um den gesamten Mölschower See bestand, könnte sich erholen, was wiederum bedeutet, dass sich der davon abhängige Wildtierbestand wieder dort ansiedeln würde. Vor der Trockenlegung dieser Region wurden dort Silberreiher, Kiebitz, Graugänse und Kraniche und noch einiges andere Getier gesichtet.


Holzauge sei wachsam

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zuletzt bearbeitet 06.07.2012 | Top

RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#6 von T4[666] , 16.07.2012 18:57

Ein abschließendes Schreiben an den WBV in dem ich noch 3 Fragen bantwortet haben möchte.
Bin mal gespannt, ob darauf eine Antwort kommt.


Steffan Brandenburg Trassenheide
Bahnhofstraße 85
17449 Trassenheide




Wasser und Bodenverband
Insel Usedom-Peenestrom
Trassenheider Strasse 8

17449 Mölschow


Sehr geehrte Damen und Herren,

zu Beginn möchte ich mich für die Beantwortung meiner konkreten Fragen aus meinem Schreiben vom 31.05.2012 bedanken.
Aus Ihren Antworten heraus kann ich folgende Schlußfolgerungen ziehen.

1)
Da Sie immer und überall und auch in Ihrem Schreiben vom 26.06.2012 darauf hinweisen, das der WBV alleinig nur für das Oberflächenwasser verantwortlich ist, stellte sich mir die Frage, ob der WBV nicht die falsche Vereinigung ist, die viele der Bewohner dieser Region und auch ich für die voll gelaufenen Keller verantwortlich machen.
Folge ich aber einer gewissen Logik, die da sagt „Regenwasser (Oberflächenwasser) wird zu Grundwasser wenn es die Gelegenheit hat im Boden zu versickern“, ist der WBV somit im vollen Umfang in die Verantwortung zu nehmen.
Der WBV ist mit ihrem jetzigen Grabensystem nicht in der Lage, Oberflächenwasser vollständig aus den Ortschaften und dem unmittelbaren Umland so abzupumpen, so dass dieses nicht ins Grundwasser versickern kann. Der WBV hat es in den vergangenen Jahren sogar zugelassen, dass wichtige Gräben die zur Entwässerung innerhalb der Ortschaften angelegt waren, zugeschüttet und verbaut wurden. Ob diese Gräben nun zum Bestand des WBV gehörten oder nicht, spielt im wesendlichen keine Rolle. Die Aufgabe des WBV, das Oberflächenwasser aus den Ortschaften zu entfernen, kann so nicht erfüllt werden. Der WBV hätte in den vergangenen Jahren darauf drängen und bestehen müssen, dass sämtliche Bauvorhaben sowie Versiegelungen der Flächen innerhalb und außerhalb der Ortschaften, vom WBV begutachtet und genehmigt werden.

2)
Betrachte ich die wirtschaftliche Verfahrensweise des WBV aus Ihrem Schreiben heraus, ist deutlich zu vermuten, dass hier eine Misswirtschaft vorliegt.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass Preissteigerungen bei Schmier- bzw. Kraftstoffen in den letzten 10 Jahren um bis zu 100% zu verzeichnen sind. Aus welchen Gründen der WBV hierauf nicht zeitnah reagierte, ist völlig unverständlich. Eine Anpassung an die jährlichen Erhöhungen hätte nicht zu einer Erhöhung der Umlagen um 400% im Jahre 2012 geführt. Hierzu zählt auch die Bereitstellung der Energie für den Betrieb der Pumpen. Ob nun ein Wechsel zu einem billigeren Anbieter für Elektroenergie in den letzten Jahren stattgefunden hat, wird aus Ihrem Schreiben leider nicht ersichtlich. Selbst das Verwenden von wesentlich günstigeren Nachtstrom wird in Ihrem Schreiben nicht erwähnt. Was die Ersatzteilbeschaffung für die vom WBV verwendeten Pumpen betrifft, sollte doch überlegt werden, ob es nicht günstiger wäre, über den Neubau sowie der Veränderung der Betriebsart der Pumpanlagen nachzudenken. Pumpanlagen die auf der Basis von Windkraft aufgebaut sind, sind in der Anschaffung zwar wesentlich teurer, sparen aber im laufenden Betrieb enorme Mengen an Energie. Des weiteren würden sie zur Touristischen Attraktion dieser Region beitragen.
Sparmaßnahmen zu der heute jede Kommune, Zweckverband sowie andere kommunale Einrichtungen gezwungen sind, scheinen beim WBV nicht vorhanden zu sein. Der Eindruck, dass man hier „Von der Hand, in den Mund“ lebt, verstärkt sich durch Ihre Aussage

Weil jedoch auf die Witterung kein Einfluss genommen werden kann,
ist auch diese Planung nur eine Prognose, die nach oben und auch nach unten
korrigiert werden kann.

Eine gleichmäßige Planung, in der die stetig steigenden Preise für alle zum Betreiben des WBV benötigten Mittel beinhaltet sind, würde zu einem gleichmäßigen Anstieg der Umlagen führen und wäre für die Bewohner dieser Region nachvollziehbar. Dies würde dazu führen, das in den Jahren, in denen wenig Pumpleistung erforderlich ist, ein Polster für solche extremen Fälle wie das Jahr 2011 vorhanden wäre. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass seit vielen Jahren Klimaforscher diese extremen Wetterverhältnisse vorausgesagt haben. Leider ist zu bemerken, dass weder die Politik der Bundesregierung noch die des Landes und schon gar nicht die der Kommunen darauf reagierten. Der Bürger ist immer der Leidtragende und in diesem Fall der Zahlemann. Dies kann man auch ganz einfach bewerkstelligen. Änderung der Satzung ohne den Bürger vorher zu Informieren und schon hat man das Geld. Selbst eine Begründung braucht man nicht liefern. Da heißt es dann, wende dich an den WBV.

3)
Die Pumpe „Mölschow“ ist in der Lage, sämtliche Gräben, die dort angeschlossen sind, bis auf den letzten Tropfen zu entwässern. Dieses wird deutlich ersichtlich in dem beigefügten Auszug aus der Grundwassermessstelle Trassenheide. Dort ist zu erkennen, dass in den Jahren 1984 – 1986 der Grundwasserspiegel bis über 1m unter Null abgesenkt wurde. Berichten eines ehemaligen Milorationsmitarbeiters zu Folge, wurde der Betrieb der Pumpanlage Mölschow in den Jahren 1984 – 1986 in so weit übertrieben, das der Große See (Mölschower See) zeitweise trocken gelegt wurde. Dies kann nur bedeuten, dass die Pumpe Mölschow völlig überdimensioniert ist. Wie auf dem Auszug der Grundwassermessstelle Trassenheide aber auch zu erkennen ist, steigt der Grundwasserspiegel seit dem Fall der Mauer kontinuierlich an.
Erklärungsbedürftig ist für mich, worin hier die Ursachen zu finden sind.
Laut meteorologischen Wetterdienst und einigen Informationen aus dem Internet, sind die jährlichen Niederschlagsmengen in dieser Region eher rückläufig. Somit fällt die Begründung für den steigenden Grundwasserspiegel, dass kein Einfluss auf die Witterung genommen werden kann, so ziemlich ins Wasser. Auch eine Begründung durch Überbauung sowie der Versiegelung von Flächen, kann nicht geltend gemacht werden, da die Grundwassermessstelle Trassenheide von jeglicher Bebauung frei ist. Die Pumpe Mölschow ist in der Lage, auch zum jetzigen Zeitpunkt den Grundwasserspiegel wieder in so weit zu senken, das eine Gefahr der Überschwemmung weitestgehend ausgeschlossen werden kann. Die Angst der Einwohner der Gemeinden Trassenheide und Karlshagen bei jedem größeren Regenschauer wieder unter Wasser zu stehen, ist für jeden nachvollziehbar.



4)
Zu der Situation der voll gelaufenen Keller im Jahre 2011 ist folgendes anzumerken.
Bevor die große Schneeschmelze im Januar begann, standen die Gräben Rand voll und waren mit Eis bedeckt. Durch den gefrorenen Boden konnte das Schmelzwasser nicht sofort in den Boden versickern. Was dazu führte das sich auf den Wiesen riesige Pfützen bildeten. Teilweise hatten sich kleine Seen gebildet. Zu diesem Zeitpunkt ging zu allem Unglück die große Pumpe kaputt. Nach Berichten eines Mitarbeiters des WBV, hatte die Pumpe ein Betonstück, was aus dem Pumpbecken heraus gebrochen war, angesaugt. Hierbei wurde der Pumpenkopf zerstört. Durch das weiterhin warme Wetter taute der Boden auf und das Wasser der Pützen sowie der Seen auf den Wiesen versickerte im Boden. Was dazu führte das der Grundwasserspiegel sich soweit erhöhte, das er nur noch bei 20 – 30 cm unter Null lag und von unten in die Keller eindrang. Hier muss man sagen, dass der WBV seiner Bestimmung der Beseitigung des Oberflächenwassers nicht nachgekommen ist.
Warum vor dem Zeitpunkt der Schneeschmelze die Gräben Rand voll Wasser standen, sollte vom WBV erklärt werden.
Wie lange die Reparatur der Pumpe dauerte, entzieht sich meiner Kenntnis und ob die zusätzliche Pumpe, als Ersatz für die die defekte Pumpe, die selbe Leistung erbrachte und wie lange diese in Gebrauch war, ist mir leider nicht bekannt. Ein Absenken der Wasserstände in den Gräben war bis zum Juni/Juli aber kaum zu verzeichnen. Mehrfach gab es Beschwerden der Bürger dieser Region über die vollen Gräben. Der Grundwasserstand hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt auf 30 – 40 cm unter Null abgesenkt. Die Böden waren noch voll gesaugt und nicht aufnahmefähig. Somit war durch den Starkregen vom 21.07.2011 – 30.07.2011 das Volllaufen der Keller vorprogrammiert.
Grundsätzlich ist zu verzeichnen, dass das Volllaufen der Keller immer durch aufsteigendes Grundwasser verursacht wird. Grundwasser was auf Grund des Nichtabpumpens des Oberflächenwassers durch den WBV entsteht.

5)
Zur zukünftigen Gestaltung der Entwässerung der Gemeinden und der Rolle des WBV.
Wie in meinem Schreiben schon angedeutet, müssen sich die Gemeinden teilweise vom WBV unabhängig machen und das aus folgenden Gründen.

A)
Der WBV ist im Moment und auch in der Zukunft nicht in der Lage, in den Gemeinden allumfassend das Oberflächenwasser abzupumpen. Gründe hierfür sind die fehlenden Entwässerungsgräben und die Verbauung einiger noch vorhandener Gräben so dass der WBV sie nicht mehr bewirtschaften kann. Selbst wenn die ehemaligen Gräben wieder eröffnet werden, kann man nicht garantieren, dass der WBV diese auch betreiben wird. Hierzu müssten sie in die Gewässerordnung II erhoben werden und in so weit auch zur Bewirtschaftung durch den WBV ausgebaut sein. Dies ist vielerorts nicht möglich, da die Bebauung innerhalb der Ortschaften dieses verhindert.

B)
Durch das Abtrennen der Entwässerungsgräben der Gemeinden vom WBV, kann bei Starkregen das Wasser aus den Wiesen nicht in Richtung Ortschaft fließen. Auch wenn alle Pumpen in den Anlagen laufen, sind sie nicht in der Lage, das Oberflächenwasser aus den Ortschaften in so weit zu entfernen, so dass es nicht ins Grundwasser versickern kann. Zu verzeichnen ist, dass bei sehr starken Regen erst das Wasser von den Wiesen abgepumpt wird und die Übermengen von den Wiesen durch das vorhandene Grabensystem in Richtung Ortschaften fließen.

C)
Das Fließverhalten des Wassers innerhalb der Gräben ist durch das geringe Gefälle sehr mäßig. Dies kann durch zusätzliche Pumpen, die bei einer Abtrennung eines gewissen Teils der Gräben notwendig wären, beschleunigt werden. Auch ist es durch die zusätzlichen Pumpen möglich, den Teil der Gräben die unmittelbar zur Entwässerung der Gemeinden dienen, völlig leer zu pumpen. Was wiederum zur Folge hat, dass der Grundwasserspiegel innerhalb und in unmittelbarer Umgebung der Ortschaften abgesenkt wird. Somit sollte die Gefahr der vollaufenden Keller einiger Maßen gebannt sein.

Die zukünftige Aufgabe für den WBV wird sich hierdurch kaum verändern. Es werden einige Gräben II Ordnung aus den Bestand herausgenommen werden und das ist schon alles.

Im Algemeinen sollte hierzu noch gesagt werden, dass in jedem Ort ein funktionierendes und auf zukünftige Ereignisse vorbereitetes Oberflächenentwässerungssystem gebaut werden muss. Dieses ist zwingend erforderlich, da die Oberflächenwasser auf diese Weise so schnell wie nur möglich aus den Ortschaften abgeleitet werden können. Hierzu wird das Gutachten der Firma Umweltplan einiges aussagen. Das Problem wird aber eher sein, in wie weit dies von den Bürgern der einzelnen Ortschaften bezahlbar sein wird und ob es hierfür Fördermittel geben kann.
Dies ist auch einer der Gründe die mich dazu führen, die Erhöhung der Umlagen für den WBV abzulehnen.
Der Hauptgrund diese Erhöhung abzulehnen, ist die für mich fehlende Begründung.
Die Verfahrensweise der Gemeindevertreter Trassenheide zu diesem Thema ist mir völlig suspekt und der Verdacht, das sie selbst nicht einmal wissen warum diese Erhöhung vorgenommen wurde, bestätigte sich in dem sie mich an den WBV verwiesen.

Aus meinem jetzigen Schreiben heraus haben sich noch einige Fragen ergeben, die ich Sie bitten möchte, mir noch zu beantworten.

a)
Ist meine Vermutung, das dass Oberflächenwasser zu Grundwasser wird wenn man es nicht abpumpt, richtig?

b)
Aus den Aufzeichnungen der Grundwassermessstelle „Trassenheide“ ist ersichtlich, dass der Grundwasserspiegel seit dem Fall der Mauer, kontinuierlich steigt.
Welche Begründung hat der WBV hierfür?

c)
Ist der WBV in Zukunft in der Lage das Oberflächenwasser vollständig aus den Ortschaften zu entfernen?

Mit den freundlichsten Grüßen und vielen Dank im voraus

Steffan Brandenburg


Holzauge sei wachsam

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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#7 von T4[666] , 19.11.2012 18:04

Nun liebe Leute wie ihr erkennen könnt, habe ich auf meinem Brief an den WBV bis zum heutigen Tage natürlich keine Antwort bekommen. Na, Ja, ich hatte es erwartet.

Trotzdem bleibe ich am Ball und möchte euch weiterhin im Rahmen meiner Möglichkeiten Informieren.

Am 14.12.2012 um 18.00 Uhr findet in Karlshagen im Kurhaus eine Informationsveranstaltung durch die Firma Umweltplan statt. In dieser Veranstaltung soll nun der Bevölkerung von Trassenheide, Karlshagen, Mölschow und Peenemünde über die bevorstehenden Maßnahmen zur Beseitigung, oder viel mehr, zur Vermeidung von Grundwasserhochständen informiert werden.
Ob nun irgend welche Vördermittel zur Verwirklichung des Projektes beantragt oder sogar Anträge schon vorliegen, ist mir bisher nicht bekannt.
Mein Anliegen war und ist es, so weit wie möglich mit an diesem Projekt mitzuarbeiten.
Nach der Fertigstellung des so genannten 2. Abschnittes der Planung der Firma Umweltplan, bemühte ich mich um dessen Ergebnisse. Wie ich nach einer Mail an die Firma Umweltplan erfahren durfte, wurden mir die Ergebnisse nicht mitgeteilt, weil hierdurch angeblich Urheberechte verletzt werden.
Dies bedeutet, dass wir als Einwohner dieser Gemeinden dieses Gutachten bezahlen, aber das Ergebnis nicht wissen dürfen oder aber erst erfahren sollen wenn es den Herren und Damen der Gemeindevertretung oder dem Amt genehm ist.
Eine Mitarbeit der Einwohner scheint wieder einmal nicht erwünscht zu sein.

Mit einiger Arglist und Überzeugungskraft ist es mir trotzdem gelungen an die Pläne heranzukommen. Um euch die Möglichkeit zu geben in der kommenden Sitzung Fragen zu stellen die einer gewissen Vorkenntnis bedürfen, werden ich euch hier die Pläne, so weit sie mir vorliegen, veröffentlichen.

Zu Beginn muss ich zu meinem Bedauern zugeben, das ich nur die gezeichneten Pläne (also ohne Präambel) der Gemeinde Trassenheide besitze.
Sollte jemand im Besitz der Pläne der anderen Ortschaften sein, kann er sie mir über E-Mail zusenden. Ich werde sie dann in diesem Forum veröffentlichen.

Also lasst uns beginnen:

Im ersten Bild seht ihr die Zeichenerklärung. Wichtig für die die wirklich noch keine Ahnung haben.

[img][/img]

Dies ist der Bereich um den Friesenhof. Hier soll mit einem zusätzlichen Grabe eine Entwässerungsmöglichkeit geschaffen werden. Was meiner Meinung nach funktionieren wird.

[img][/img]

Diese beiden Bilder zeigen uns den Bereich um die Mühle bis Bahnhofstrasse so wie Anfang Trassenheide bis ca. Elektrobähring. Verwunderlich ist für mich, dass im Bereich der Mühle die ca. 80 cm über Null liegt noch ein Graben an der Westseite gezogen werden soll. Leider erschließt sich mir der Sinn hierin nicht. Auch die Dränageleitung entlang des Mühlenweges ist für mich nicht nachvollziehbar denn auf der gegenüberliegenden Seite der Strasse war einmal ein Graben den man wieder reaktivieren könnte. Passt doch ins Ortsbild. Dorfcharakter halt?

[img][/img]
[img][/img]

Kommen wir nun zum Bereich Seeklause.
Hier wird Herr Römer einiges dagegen setzen um nicht auf seinem geplanten Piratenpark einen Entwässerungsgraben 2. Ordnung zu bekommen. Warum nun die Verbindung zwischen den neuen Gräben und den vorhandenen verrort (Rot eingezeichnet) werden muss ist für mich nicht nachvollziehbar.

[img][/img]

Der Mölschowerweg wurde meines Erachtens nach, aus dem Ganzen ausgelassen. Eine Dränageleitung entlang der rechten Seite aus Richtung Mölschow würde hier zu einer spürbaren Entlastung der Grundwassersituation führen.



Birkenhain – Bahnhofstrasse
Eine Dränageleitung als Ring im Bereich des Brikenhains zu verlegen, ist eine sehr gute Idee, verhindert aber den Anschluss der Dachentwässerung aller Häuser. Schade! Aus diesem Grund bin ich immer noch der Meinung, die alten Gräben (so weit es möglich ist) wieder herzustellen um dort die Dachentwässerung anzuschließen.
Der Graben der einmal entlang der Bahnstrecke verlief soll nun wieder aktiviert werden und dann entlang der Bahnhofstrasse als Dränageleitung bis in den Bereich der Bushaltestelle geführt werden. Das ist soweit in Ordnung und wird den erwünschten Effekt erreichen.

[img][/img]

Zum Schluss nun der Bereich Försterei bis Schuldenviertel.
Auch hier wurden viele wichtige Gräben zugebaut und Unterführungen nicht gewartet. Somit ist die Gemeinde gezwungen einen völlig neuen Graben hinter dem Schuldenviertel so wie eine neue Unterführung unter Bahnstrecke nach Peenenmünde zu errichten. Die Führung des Grabens über den Waldhof bis hin zur Forst, ist mir nicht ganz schlüssig. Neben der Bahnstrecke führte doch der damalige Graben entlang. Warum reaktiviert man diesen nicht wieder?

[img][/img]


Alles in allen ist zu sagen, die Firma Umweltplan hat sich viel Mühe gemacht um die Grundwassersituation in Trassenheide zu entschärfen doch meiner Meinung nach nicht bis zu Ende gedacht.
Ganz großes Schade!

WARNUNG

Wie ich in mehreren Schreiben erwähnte, ist für mich eine eigenständige Entwässerung des Ortes zwingend erforderlich. Das es wiederum und trotz der umgesetzten Baumaßnahmen zu Grundwasserhochständen und somit auch zu vollaufenden Kellern kommen kann, liegt daran dass

1)
so wie in früheren Zeiten, die Gräben wieder über einen längeren Zeitraum voll stehen oder

2)
Starkregen nicht in Richtung Pumpe fließt, sondern in Richtung Dorf.

Erläuterung hierzu im vorigen Beitrag.


Holzauge sei wachsam

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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#8 von T4[666] , 16.12.2012 16:00

Schuld und Sühne

Am 14.12.2012 fand nun die Infoveranstaltung zum Gutachten der Firma Umweltplan über die Grundwassersituation der Gemeinden Peenemünde, Karlshagen, Mölschow und Trassenheide statt. Enttäuschend war die Beteiligung der Bevölkerung. Der Saal war leider nur halb voll. Auf den Versuch des Herrn Schwarze sich als Moderator darzustellen, möchte ich nicht weiter eingehen. Für mich einfach nur peinlich.
Nach dem nun die Mitarbeiter der Firma Umweltplan ihre Erkenntnisse und Ergebnisse aus ihren Untersuchungen präsentiert hatten, konnten die Gäste spezifische Fragen zu den Maßnahmen zur Vermeidung von Grundhochwassern in ihren Orten stellen.
Die für mich wichtigste Frage, warum das Grundwasser seit der Wende stetig steigt, wurde mit der Verbauung vieler Gräben und dem Bauboom in den Ortschaften begründet.
Hierauf stellte Herr Sachse (BI gegen Deichrückbau) fest, das die Gemeindevertreter und der WBV wohl doch gemeinsam schuld an dieser Miesere seien, denn sie hätten dies all die Jahre zugelassen. Wenn der WBV seiner Verantwortung bewusst gewesen währe, hätten sie rechtzeitig die Gemeindevertreter vor dem Verbauen der Gräben und der Versiegelung der Versickerflächen warnen müssen. Doch wenn man ein Gehalt bekommt das nicht an Leistungen gebunden ist, braucht man sich um solch banale Dinge nicht kümmern und wenn man mehr Geld braucht, kann man die Satzung doch einfach dem anpassen.
Leider wurde ich in meiner Fragestellung von Herrn Blum unterbrochen. Er wollte von unserer Kämmerin unbedingt wissen ob es für diese Maßnahmen Vördermittel geben würde und wie hoch diese ausfallen. Soweit ich mich erinnere Ist Peenemünde nicht Vörderungsfähig. Mölschow kann nur einen geringen Teil seiner Aufwendungen Vördern lassen. Trassenheide und Karlshagen habe bisher die besten Karten. Aber müssen einen beachtlichen Teil doch wohl selbst tragen.
Der Ausspruch des Herr Schwarze, das wir doch wohl alle Schuld hätten, ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Wer sich auf den Seiten der Possenheider Truppe ein wenig umgesehen hat, weiß das die Gemeindevertretung und auch die Bürgermeister (Hier im speziellen die von Trassenheide) sich kaum in die Karten schauen lassen. Der Einfluss der Einwohner der einzelnen Gemeinden auf ihre Volksvertreter ist so gering, dass kaum noch jemand zu den Sitzungen geht. Hinzu kommt, wenn man Fragen stellt, es so wie so keine Antworten gibt.
Herr Sachse schlug dann noch vor, die Unterlagen zu dem Gutachten im Internet zu veröffentlichen, was nach verwirrten hin und herschauen der Beteiligten Verantwortlichen als positiv aufgenommen wurde.
Sofern ich diese Internetadresse habe wird ich sie hier ausstellen.
Leider war nach dem Bericht der Kämmerin Schluss mit der Veranstaltung.

Alles in allen eine sehr informative Sache die eigentlich jede Betroffenen hätte interessieren müssen.

Hierzu sage ich: Ganz großes Schade.


Holzauge sei wachsam

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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#9 von T4[666] , 17.12.2012 13:27

Hierzu ein par Auszüge aus der OZ von Heute. Natürlich von mir kommentiert. Den gesammten Text der OZ, seht ihr in Anhang.

Zitat Dirk Schwarze
Karlshagen
Die Bauausschüsse und die Gemeindeparlamente von Mölschow, Trassenheide und Karlshagen werden sich in den kommenden Wochen intensiv damit beschäftigen, mit welchen Maßnahen vorrangig und schnell das Problem der seit Jahren steigenden Grund und Oberflächenwasserpegel angegangen werden kann.

Ob die Gemeindevertreter qualiviziert sind, hierüber auch nur ansatzweise eine richtige Entscheidung zu treffen, möchte ich doch bezweifeil. Leider haben wir immer wieder feststellen müssen, das doch einige der Volksvertreter nicht einmal in der Lage sind dem normalen Verlauf einer Sitzung zu folgen.

Zitat Dirk Schwarze
Angesichts dessen, dass hier drei Gemeinden betroffen sind - in Peenemünde haben wir es im Bezug auf Grund - und Oberflächenwassermit einer anderen Situtation zu tun - wollen wir die konkreten Festlegungen in den Gemeinden vornehmen. Dort haben die Einwohner dann Mitsprachemöglichkeiten.

Herr Freudenberg spricht von Solidarität und Herr Schwarze klammert Peenemünde sofort aus. Peenemünde ist halt was besonderes.
Mitsprachemöglichkeit? Er redet hier von einer Möglichkeit und nicht vom Recht der Mitsprache.
Denke ich an vergangene Zeiten, hätte dies so ausgesehen, dass die Gemeindevertreter im Geheimen wieder alles besprechen und dann das Ergebnis präsentiert. Jetzt gibt es aber Possenheide und wir werden darauf drängen und achten, das alles öffentlich ist.


Holzauge sei wachsam

Angefügte Bilder:
Grundwasser OZ 17.12.2012.PNG  
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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#10 von T4[666] , 22.12.2012 14:40

In der letzten Bauausschusssitzung habe ich den Vorschlag unterbreitet, eine Arbeitsgruppe zum Thema Grundhochwasser und zur Auswertung des Gutachtens der Firma Umweltplan, zu bilden.
Hier meine Gedanken zum dieser Ausschusssitzung:

Sinn und Zweck des Besuches einer Gemeindesitzung

Gestern ereiltem mich die Nachricht durch den Gemeindevertreter Herrn Lüder, dass über meinen Vorschlag im nichtöffentlichen Teil gesprochen wurde und das außer Herrn Lüder keiner bereit war oder viel mehr „Zeit hat“ sich mit diesen Dingen auseinander zu setzen.

Somit sind wir nur zu zweit und brauchten dringend Verstärkung.
Hierzu werden wir wohl einen Aufruf innerhalb der Gemeinde starten, vielleicht melden sich noch ein – zwei Leute?

Wichtig ist eine Prioritätenliste zu erarbeiten in der festgelegt wird, welche Projekte als erstes umgesetzt werden müssten. Hierzu sind noch einige Daten zu sichten und gegebenenfalls ein par Gespräche mit Betroffenen zu führen.

Entschieden werden muss, was von der Gemeinde an Arbeiten übernommen werden kann, so das die Höhe der benötigten finanziellen Mittel zur Umsetzung des gesamten Projektes, geschmälert werden kann.

Zu überlegen ist, ob einige der Maßnahmen auch von anderen Vorhabensträgern übernommen werden könnten.
Was mich auf den Gedanken brachte, dass das verbuddeln der Dränageleitungen auch in Eigeninitiative geschehen könnte.

Alles hängt aber von der Genehmigung der von der Gemeinde beantragten Fördergelder ab.

Mal sehen was daraus wird?


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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#11 von T4[666] , 05.02.2013 08:54

Beteiligung unerwünscht!

Im Januar so wie im Juni 2011 sind viele Kellerhäuser dieser Gemeinde abgesoffen.
Diese Katastrophe kratzte an der Existenz vieler Häuslebesitzer. Großes bim bam burium, eine Menge Leute regten sich auf und was ist bisher geschehen?

Nichts!

Die Gemeinde lässt ein Gutachten erstellen, seit fast 2 Jahren. Schützt uns das vor der nächsten Katastrophe? Nein nicht im geringsten. Viel Gerede, kein Handeln.
Nur der Birkenhain und das muss man den Leuten dort zu Gute halten, haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten gehandelt und einen wichtigen Graben so weit es möglich war, wieder ertüchtigt.

Seitens der Gemeinde?

Viele Stunden habe ich ans Bein gebunden um mich mit den Verhältnissen und den Ursachen diese Katastrophen vertraut zu machen. Alte Pläne gesichtet. Mich mit Leuten unterhalten die noch Wissen über das Grabensystem besitzen. Ein Treffen zwischen den Bürgern und der Firme Umweltplan organisiert. Mich mit dem Wasser und Bodenverband rumgestritten. Pläne end- und verworfen und immer versucht mit der Firma Umweltplan zusammen zu arbeiten. Die ersten Vorschläge, was man gegen solche Katastrophen machen kann, habe ich schon im November 2011 gegenüber der Firma Umweltplan geäußert.
Nachzulesen hier.
Es ist der fünfte Beitrag in diesem Thread.

In den Bauausschuss- so wie Gemeindevertretersitzungen immer wieder meine Hilfe angeboten. Vorgeschlagen eine Arbeitsgruppe zu bilden die sich jetzt, nach dem die ersten greifbaren Pläne vorliegen, ausführlich mit diesen beschäftigen sollten.

Und was ist die Reaktion dieser Gemeindevertretung?

Ein nochmaliges Treffen mit den Vertretern der Firma Umweltplan im engsten Kreise der Gemeindevertreter und eine Sondereinladung für mich zum 21.02.2013 um 18,00 Uhr.
Nun frage ich mich was das soll?
Der Firma Umweltplan sind meine Gedanken und Vorschläge zur Vermeidung derartige Katastrophen bekannt. Sie sind darauf nicht eingegangen, also warum soll ich darüber noch mit diesen Leuten diskutieren?
Ein fruchtbares Ergebnis erwarte ich aus dieser Unterredung nicht.

Gestern bekam ich nun einen Brief dieser Gemeinde in dem der Termin vorläufig abgesagt wurde und wahrscheinlich erst im März stattfinden wird.

Sinn und Zweck dieses Gutachtens ist Fördermittel vom Land zu bekommen.
Zinnowitz und Mölschow durften schon einmal in den Fördertopf greifen.
Ob die Gemeinde Trassenheide auch einen Griff in diesen Topf genehmigt bekommt?
Da lass ich mal überraschen.

Aber wie ihr bereits erkennen könnt, ist eine Beteiligung der Bevölkerung nicht willkommen.

Frei nach dem Motto!

Ihr habt uns gewählt, nun lebt mit den Auswirkungen.

Es Grüßt T4


Holzauge sei wachsam

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zuletzt bearbeitet 06.02.2013 | Top

RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#12 von Mister T , 08.02.2013 09:57

Die nächste Wahl kommt.


bleibt stark

Mister T  
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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#13 von T4[666] , 08.02.2013 10:48

Richtig ! ! !

Aber die Zeit zum Handeln ist noch nicht da.
Ich meine die Zeit, in der man sich auf die Wahl konzentrieren muss. Matteial haben wir mehr als genug, aber ob uns die Bürger dieser Gemeinde so akzeptieren wie wir sind, ist noch eine andere Frage.
Was wir wollen und erreichen möchten haben wir klar und deutlich aufgeschrieben.
Hier mal schauen:

Sinn und Zweck der Possen

Ob dies auf die große Resonanz der Bevölkerung trifft, können wir noch nicht voraussagen.

Unsere Hoffnung ist trotzdem sehr groß.


Holzauge sei wachsam

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RE: Grundhochwasser? Woher kommt es? Warum ist es da?

#14 von T4[666] , 07.03.2013 08:27

Und es ist wieder da.

Grundwasser!

Grundwasser was den Einwohnern fast in die Wohnungen läuft.

OZ vom 07.03.2013

[img][/img]


So wie in Zinnowitz, ist auch in Trassenheide ein erhöhter Grundwasserstand zu verzeichnen. Obwohl nach meinen Beobachtungen in den letzten Tagen verstärkt die Gräben bepumpt werden, will der Grundwasserspiegel nicht sinken.
Berichten einiger Hausbesitzer mit Keller zu Folge, steht das Wasser ca. 10 – 15 cm unterhalb der Kellersole. Selbst in meinem offenen Brunnen, den ich vor 15 Jahren auf Grundwasserniveau (ca. 120 cm unter Null) gebaut habe, steht das Grundwasser 30 – 40 cm hoch.
Außer Reden ist bis her nichts geschehen und im Gegensatz zu Mölschow und Zinnowitz, ist die Aussicht auf Fördermittel sehr gering.
Meine Befürchtung das wir die 17 000€ für das Gutachten der Firma Umweltplan in den Sand gesetzt haben, bestätigen sich immer mehr.

Am 21.03. soll nun eine Art Sondersitzung in der Gemeinde zu diesem Thema durchgeführt werden.

Ich lass mich mal Überraschen.


Holzauge sei wachsam

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