Die Seesause baut weiter! Projektschau im Gemeinderat.

#1 von Kurdirektor , 09.04.2012 12:43

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Heute: Die Seesause baut weiter! Projektschau im Gemeinderat.

Gestern präsentierte der im Orte beliebte Hotelier U.N. Mut sein Projekt Yacht- und Piratenhafen Possenheide. Nachdem nun der aufsehenerregende, sich nahezu nahtlos in die Ortsstruktur einfügende kleine Anbau in der Bahnhofstraße der Vollendung entgegen sieht, plant der umtriebige Unternehmen schon sein nächstes Projekt: Yacht- und Piratenhafen Possenheide.

Geplant ist dazu ein 60 Meter breiter Verbindungskanal von der Ostsee bis in die Peene.

Hinter dem Hotel Seesause soll dann ein Hafen mit 400 Liegeplätze für Luxusyachten ab 20 m Länge entstehen.

Wie U.N. Mut erläuterte, steht bereits die Finanzierung. Diesmal sei es ihn sogar gelungen, das Projekt zu 100 % fördern zu lassen. „In der Fördersumme sind sogar die Kosten für Inanspruchnahme der kreislichen Genehmigungsbehörden in der Rubrik „Backfisch“ ** enthalten,“ berichtete
der zukünftige Hafenbetreiber stolz. Diese Variante des Rückflusses von Steuergeldern in die Behörden, in Fachkreisen als PAY PACK bezeichnet, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Unter anderem informierte U.N. Mut über den Bau der einteiligen Klappbrücke in der Bahnhofstraße, die sich bei jeder Schiffsannäherung automatisch öffnet. In maritimer Anlehnung wird die Brücke bei jeder Öffnung einen weithin hörbaren Nebelhornton von 3 Minuten Länge abgeben.

Eventuelle Bedenken, der im Ausschuss vertretenen Geschäftsleute zerstreute U.N. Mut mit dem Angebot, beim Bau und Betrieb der Hafenanlage kräftig mit zu verdienen. Somit blieb nur noch eine Frage offen: Wann geht es endlich los?

Pfiffig waren auch die Argumente, dass ein Schiff ja keine Ferienwohnung sei und beim fahren nicht die Straße verstopft. Ein klares Argument für Kanal und Hafen.

Bürgermeister Katze war zunächst nicht begeistert von dem Vorhaben, da er keinen Bezug zu seiner Person erkennen konnte. Kein Problem für den Investor, der hintergründig schmunzelnd den Kanalbauplan zückte. Darin eingezeichnet war der Schriftzug „Der schwarze Kanal“, als Bezeichnung für das Wasserbauwerk zu lesen.

Ein gönnerhaft-bescheidenes Lächeln wurden als Dank, für diese die Ewigkeit überdauernde Namensgebung gewertet.

Um seine Projekt noch mit einen weiteren Argument zu pushen, präsentierte U.N. Mut noch die Zeichnung der Klappbrücke im geöffneten Zustand. Auf der senkrecht geöffneten Plattform war eine überlebensgroße Darstellung des bürgermeisterlichen Konterfeis zu erkennen.

Der Meister aller Bürger ließ nun offen seine Rührung erkennen. Jedoch bliebt er ganz der Alte.
Er forderte eine zweiteilige Klappbrücke, die die Darstellung seiner Person von beiden Seiten der Kanalquerung erkennen lässt.

Bauherr Mut stimmte zu und verpflichtete sich, beim zuständigen Straßenamt die Aufhebung der Straßenmittellinie auf der Brücke zu beantragen. Bürgermeister Katze wollte nicht als geteilte Persönlichkeit dargestellt werden.

Entspanntes Gelächter löste noch der Vorschlag des flach- und krachkundigen Bürgers Schimpansky aus. „…und unter der Brücke schlagen wir unsere Wahlversprechen an,“ prustete er in die Runde.

Alles in allem wieder ein gelungener Abend, den man auf Einladung in die Seesause dort feuchtfröhlich beendete.

Durch einen klug geplanten Handstreich musste man sich auch nicht mit lästigen Bürgerfragen befassen. Die Hafenpräsentation wurde erst 90 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Schaukasten ausgehängt.

** Der Autor ist nicht sicher, ob er Backfisch oder Bakschisch verstanden hat.

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Thema: Lasst Euch überraschen.

Mitreden unter www.possenheide.xobor.de

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